Die Verlerin Theresa Hayn setzte auch in der Partie gegen die tapfer kämpfenden, aber klar unterlegenen Kreisligaspielerinnen der HSG Gütersloh jedem Ball nach. - © Henrik Martinschledde
Die Verlerin Theresa Hayn setzte auch in der Partie gegen die tapfer kämpfenden, aber klar unterlegenen Kreisligaspielerinnen der HSG Gütersloh jedem Ball nach. | © Henrik Martinschledde

Kreis Gütersloh Handball: Frauen des TV Verl triumphieren im Kreispokal

Frauen-Oberligist TV Verl wird seiner Favoritenrolle mit fünf klaren Siegen gerecht. HSG Rietberg-Mastholte und TSG Harsewinkel scheiden wie erwartet im Viertelfinale aus

Kreis Gütersloh. Hendryk Jänicke hat den Bogen raus. "Wir fahren alle dahin und holen das Ding", hatte er den Handballerinnen des TV Verl knapp mitgeteilt und erst gar keine Diskussionen über den Sinn und Unsinn eines Kreispokalwettbewerbs direkt nach der Weihnachtspause und ohne gezielte Vorbereitung zugelassen. Die Spielerinnen des Oberligasiebten erfüllten ihren klaren Auftrag mit drei soliden Auftritten bei den Viertelfinalspielen in Harsewinkel, einem sicheren Halbfinalerfolg gegen den Verbandsligavierten Spvg. Steinhagen und einem überlegen herausgespielten 18:12-Endspielsieg gegen den Verbandsligazweiten TuS Brockhagen. "Die Nummer eins im Kreis sind wir" "Die Nummer eins im Kreis sind wir", sangen die Spielerinnen des einzigen Viertligisten im Handball-Kreisverband Gütersloh gestern ausgelassen in der voll besetzten Versmolder Sparkassenarena, als sie derart überzeugend ihrer Favoritenrolle gerecht geworden waren. Jänicke schaute schmunzelnd zu und zog zufrieden Bilanz: "Wir haben die positive Entwicklung in den letzten Meisterschaftsspielen fortgesetzt und sind richtig gut ins neue Jahr gekommen. Hoffentlich können wir diesen Schwung jetzt auch mitnehmen." Grundlage für den nach einer schnellen 8:2-Führung ungefährdeten Finalsieg war die starke Abwehrleistung, die viele Ballgewinne und Kontertore ermöglicht hatte. "Das haben meine Damen aber auch gegen Brockhagen schon richtig gut gemacht." Jänicke freute sich darüber umso mehr, als er am Pokalwochenende immerhin die verletzten Sabrina Petschat, Pia Laker und Jasmin Zimmermann ersetzen musste. Die B-Jugendliche Alina-Sophia von Mutius nutzte diese Gelegenheit jedoch, um noch einmal ganz nachdrücklich zu zeigen, dass sie längst das Zeug zur Stammspielerin im Frauen-Oberligateam hat. Außerdem hatte sich der Coach Jacqueline Mickenbecker, Lara Blumenfeld und Judit Esken aus der Reserve ausgeborgt. "Das ist für uns ein toller Erfolg" Landesligist TSG Harsewinkel hatte im eigenen Viertelfinalturnier keine Chance gehabt, den TV Verl zu stoppen. Coach Olav Schomakers war deshalb schon zufrieden, dass der Sieg gegen die HSG Gütersloh nach dem Ausrutscher gegen den Ligarivalen TuS Borgholzhausen wenigstens noch zum zweiten Gruppenplatz gereicht hatte. Den Weg dafür hatten die nur in der Kreisliga spielenden Gütersloherinnen mit der 11:6-Überraschung gegen Borgholzhausen geebnet. "Das ist für uns ein toller Erfolg", strahlte HSG-Trainer Jörn Kees. Mit zwei klaren Siegen gegen die Kreisligisten Loxten und Greffen sammelten die Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Rietberg-Mastholte Selbstvertrauen für den Kampf um den Klassenerhalt. Dass die 10:15-Niederlage gegen den Ligarivalen TuS Brockhagen den Einzug ins Halbfinale kostete, trug Trainer Johannes Böckmann mit Fassung, denn am Sonntag hätten einige Spielerinnen ohnehin nicht gekonnt.

realisiert durch evolver group