Nikola Krspogacin konnte trotz seines wuchtigen Einsatzes das frühe Aus der TSG Harsewinkel nicht verhindern. - © Henrik Martinschledde
Nikola Krspogacin konnte trotz seines wuchtigen Einsatzes das frühe Aus der TSG Harsewinkel nicht verhindern. | © Henrik Martinschledde

Kreis Gütersloh Handball-Kreispokal: "Spechte" erfüllen sich ihren Pokaltraum

Kreisligist SV Spexard schaltet den Verbandsligisten Steinhagen und den Landesligisten Verl aus und bekommt zur Belohnung ein Halbfinale gegen den Oberligisten Loxten. TSG Harsewinkel patzt im Viertelfinale gegen Hörste

Uwe Kramme
07.01.2019 | Stand 07.01.2019, 13:07 Uhr

Kreis Gütersloh. Alle Pokalwettbewerbe leben von dem Traum der Kleinen, einmal gegen einen Großen zu spielen. Die Handballer des SV Spexard erfüllten ihn sich mit dem Einzug in das Halbfinale des Kreispokals gegen die Sf Loxten. Zwar zogen die Kreisligaspieler gegen den Oberligisten mit 6:15 klar den kürzeren, aber trotzdem keine langen Gesichter. Im Gegenteil, die "Spechte" genossen  ihren Auftritt gegen den Tabellenfünften der 4. Liga, Turnierfavoriten und späteren Sieger vor den vollen Rängen in der Versmolder Sparkassenarena in vollen Zügen. "Wenn uns der Anschlusstreffer zum 7:8 gelungen wäre, wer weiß, vielleicht hätten wir den Loxtenern noch eine etwas schwierigere Aufgabe stellen können", überlegte Matthias Wieling nach dem Schlusspfiff. "Im Positionsspiel und in der Abwehr haben wir ganz gut ausgesehen und deutlich wurde das Ergebnis auch erst, als wir uns gegen diesen abgezockten Gegner den schlimmsten aller Fehler erlaubt haben, den klassentiefere Mannschaften machen können - leichte Ballverluste." Der Trainer des Kreisligisten ärgerte sich über "ein paar Kontertore zuviel." "Dieses Turnier ist eine Chance" Auch wenn bei den Spexardern im Spiel um Platz drei die Luft raus war und sie dem Ligarivalen Spvg. Versmold mit 12:20 unterlegen waren, zeigte sich Wieling mit dem Pokalwochenende zufrieden. "Dieses Turnier ist eine Chance, mit Training unter Wettkampfcharakter ins neue Jahr zu starten und die haben wir genutzt." Auf die Klagen vieler Trainerkollegen, dass direkt nach der Weihnachtspause keine gezielte Vorbereitung möglich sei, setzte der ehemalige Oberligacoach der HSG Gütersloh gleichwohl noch einen drauf: "Wir haben uns vorher einmal abends um halb zehn in der Halle getroffen, als die Fußballer raus waren. Das war's, und trotzdem ging's." Ausgeschaltet hatte der SV Spexard in seiner Viertelfinalgruppe in Wiedenbrück mit dem Verbandsligisten Spvg. Steinhagen und dem Landesligisten TV Verl auch zwei deutlich höher gewettete Vertretungen. "Jetzt trainieren wir eben zu Hause" "Nicht schlimm", kommentierte Thomas Fröbel das frühe Aus seiner Truppe. Die Betreuung der von allen Spielern der ersten drei Mannschaften, die Zeit gehabt hätten, gebildeten Truppe hatte der Coach Jonas Guntermann überlassen. Fröbel beobachtete lieber den nächsten Punktspielgegner TV Werther bei seinem Pokalauftritt in Harsewinkel. Dort musste sich der gastgebende Oberligist mit Rang zwei hinter Hörste begnügen. Nachdem die TSG bei ihrem durch einen Treffer von Pascal Pelkmann mit dem Schlusspfiff gesicherten 9:8-Sieg gegen den TV Werther noch Glück gehabt hatte, verbockte sie mit dem 10:12 gegen die ebenfalls "nur" in der Landesliga spielende TG Hörste den von Manuel Mühlbrandt erwarteten Einzug in die Finalrunde am Sonntag. "Ich hatte den Jungs gesagt, wir machen am Sonntag auf jeden Fall Sport. Ihr könnt euch aber aussuchen, was und wo. Jetzt trainieren wir eben zu Hause." Dass mit Florian Öttking, Marius Pelkmann zwei Stammkräfte fehlten und mit Johnny Dähne und Florian Bröskamp zwei andere noch geschont wurden, entschuldigte die enttäuschenden Vorstellungen nicht.

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