Countrytourenfahrer kennen kein schlechtes Wetter. Mit ihren Crossrädern und Mountainbikes nehmen sie jede Strecke (mehr Fotos www.nw.de/guetersloh). - © Henrik Martinschledde
Countrytourenfahrer kennen kein schlechtes Wetter. Mit ihren Crossrädern und Mountainbikes nehmen sie jede Strecke (mehr Fotos www.nw.de/guetersloh). | © Henrik Martinschledde

Gütersloh Gütersloher Country-Touren-Fahrt leidet unter Regenwetter

175 Teilnehmer trotzen den Pfützen und Schlammlöchern - LAZ Nord bewährt sich als Startort

Gütersloh. Witterungsbedingungen und Streckenverhältnisse sind im Radsport immer eine Frage der Sichtweise. "Wenigstens staubt es heute nicht so", kommentierte einer der 175 hartgesottenen Teilnehmer an der siebten Country-Touren-Fahrt des RSV Gütersloh am Samstagmorgen den fiesen Nieselregen beim Start im LAZ Nord. Christian Spratte ("Rad gefahren wird nun einmal draußen") machte notgedrungen gute Miene zum schlechten Wetter. Der RTF-Fachwart wies die von Kopf bis Fuß einigermaßen wasserdicht verpackte bunte Schar, die da unter dem Tribünendach des LAZ Aufstellung nahm, lächelnd auf ein besonderes Entgegenkommen des Vereins hin: "Zumindest könnt ihr heute im Trockenen losfahren." Schlechte Vorhersagen der Wetter-Apps Weil das sechs Mal als CTF-Zentrum bewährte Foyer im Schulzentrum Nord renoviert wird, hatte der RSV ins benachbarte Leichtathletikzentrum umziehen müssen. "Eigentlich ist es hier schon wegen der Umkleiden und Duschen ideal für uns", urteilte Spratte. Lediglich der Aufenthaltsraum sei ein wenig klein, schränkte der Tourenwart ein, als er mit Wehmut an die guten Jahre zurückdachte, in denen bis zu 300 Countrytourenfahrer die 26, 40 und 52 Kilometer langen Strecken entlang von Ems und Lutter unter die Räder genommen hatten. "Aber so ist das nun mal, wenn in den Wetter-Apps derart schlechte Vorhersagen gemacht werden", gab sich Spratte dann doch "auch mit 175 Startern zufrieden, obwohl ich schon wegen des großen Organisationsaufwandes mit fast 30 Helfern auf 200 gehofft hatte." Dem Verantwortlichen für den Breitensport im RSV Gütersloh fiel das umso leichter, weil unterwegs nichts passierte und er im Ziel nur lachende Gesichter sah. Wer war am schmutzigsten? Zum einen sei die Strecke nämlich weitaus besser gewesen, als nach dem Dauerregen in den letzten Tagen zu befürchten war, wie Pressesprecher Markus Nieländer berichtete, der mit den Experten des RSV um Timo Rediker, Frank Zander und Leo Fenske schon nach gut zwei Stunden von der großen Runde zurückgekommen war. Aber vor allem gab es noch so viele Pfützen und Schlammlöcher auf den mit 300 Hinweispfeilern ausgeschilderten Strecke, dass alle bei der "herrlichen Sauerei", wie ein Starter aus Herford die 7. Gütersloher CTF zusammenfasste, ihren Spaß hatten. Im Ziel versuchten deshalb sogar ältere Herren festzustellen, wer denn nun am schmutzigsten war. Sie knipsten fröhlich Fotos, machten Selfies und frotzelten herum: "Du bist doch nur so sauber, weil wir vor dir die Pfützen leer gefahren haben."

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