Nikola Krspogacin war der beste Werfer der TSG Harsewinkel in Soest. - © Henrik Martinschledde
Nikola Krspogacin war der beste Werfer der TSG Harsewinkel in Soest. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel Kein Weihnachtsgeschenk für die TSG Harsewinkel

Handball-Oberligist verliert Nachholspiel beim TV Soest

Uwe Kramme
21.12.2018 | Stand 21.12.2018, 22:15 Uhr

Die Handballer der TSG Harsewinkel haben gestern im Oberliga-Nachholspiel beim TV Soest eine weitere, bittere Enttäuschung erlebt. „Die Punkte lagen doch schon auf einem Silbertablett für uns bereit, und wir schaffen es nicht, zuzugreifen“, ärgerte sich Trainer Manuel Mühlbrandt nach dem 32:40 beim Tabellensechsten über die verpasste Chance, im Abstiegskampf Boden gut zu machen. Mit nun 4:22 Punkten hat das Schlusslicht nach Abschluss der Hinrunde drei Zähler Rückstand auf den rettenden 12. Tabellenplatz. Obwohl die TSG Harsewinkel, wie zu befürchten war, ohne ihren Haupttorschützen Florian Bröskamp (Bauchmuskelverletzung) auskommen musste, blieb sie bis zum 9:10 (16.) am TV Soest dran. Zu verdanken hatte sie das dem bis zur Pause sieben Mal aus dem Rückraum treffenden Niko Krspogacin und dem stark beginnenden Johnny Dähne. Als sich jedoch die leichten Ballverluste seiner Vorderleute im Passspiel häuften, verzweifelte der Torwartroutinier, weil die Hausherren immer wieder zu einfachen Kontertoren durch Fabian Schnorfeil sowie Luke Tischer kamen und das Ergebnis bis zum Halbzeitpfiff auf 18:13 stellten. Der Hallensprecher traute dem Braten allerdings noch nicht. „Genießen sie die Pause, denn die zweite Halbzeit wird spannend“, empfahl er den gut 300 Zuschauern, darunter auch einige TSG-Fans. Die hofften vor allem auf eine Steigerung von Sven Bröskamp und Jonas Kalter. Der Kapitän hatte für seine zwei Tore ein halbes Dutzend Versuche gebraucht und der dritte Rückraumspieler der TSG gar nicht getroffen. Tatsächlich kamen die Harsewinkeler entschlossen aus der Kabine. Mit dem Einsatz des siebten Feldspielers verunsicherten sie die Gastgeber so sehr, dass es 21:22 stand, als sich die spielentscheidende Szene ereignete. Nach einem Gegenstoßpass auf Malik St. Claire hatte der Soester Torhüter Veit Lichtenegger Körperkontakt mit dem schnellen Harsewinkeler und sah folgerichtig die Rote Karte. Weil sich Christian Ihssen schon in der 1. Halbzeit verletzt hatte, stellte Coach Sören Hohelüchter mit Lasse Müller einen Feldspieler zwischen die Pfosten. Der kassierte zwar noch das 22:22 durch eine von Florian Öttking verwandelte „Marke“, avancierte dann aber zum „Mann des Spiels. Weil den Harsewinkeler nichts einfiel, als Krspogacin in Manndeckung genommen wurde, nahm Müller ihnen acht, neun der unvorbereiteten Würfe weg und brachte damit die Halle zum Kochen. „Die Soester entwickeln sich Mentalitätsmonstern und bei uns läuft gar nichts mehr“, stöhnte Mühlbrandt“ als die Hausherren sich ruckzuck um sechs Tore abgesetzt hatten und nichts mehr anbrennen ließen. TV Soest: Ihssen, Lichtenegger – Gran (7/6), Schnorfeil (6), Loer (1), Vukoja (1), Schönle (4), Haake (7), Wiggeshoff (1), Zülsdorf, Müller, Tischer (8), Noeh, Falkenberg (4). TSG Harsewinkel: Schröder, Dähne – S. Bröskamp (3), Öttking (2/2), Krspogacin (11), Doherty, Braun (4), Dreiszis (2), Kalter (2), Schmeckthal (2), St. Claire (3), Brown, Pelkmann (3), Kreismann.

realisiert durch evolver group