0
Abschlussschwäche: Die Harsewinkeler Angreifer leisteten sich wie hier Pascal Pelkmann zu viele Fehlwürfe gegen TuS-Torwart David Weinholz. - © Henrik Martinschledde
Abschlussschwäche: Die Harsewinkeler Angreifer leisteten sich wie hier Pascal Pelkmann zu viele Fehlwürfe gegen TuS-Torwart David Weinholz. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel Handball-Oberligist TSG Harsewinkel verliert gegen TuS 97 mit 29:34

Das Schlusslicht kämpft sich nach einem 15:20-Rückstand in den "Abstiegskracher" gegen den TuS 97 zurück und scheitert dann an vielen kleinen Unzulänglichkeiten

Uwe Kramme
17.12.2018 | Stand 16.12.2018, 20:21 Uhr

Harsewinkel. Nachdem sie beim 28:37 in Oberaden chancenlos gewesen waren, bestritten die Handballer der TSG Harsewinkel am Samstag den nächsten "Abstiegskracher" in der Oberliga gegen den TuS 97 weitgehend auf Augenhöhe. Verantwortlich dafür, dass sie wegen der 29:34-Niederlage mit 4:20 Punkten hinter Oberaden (6:20) und den Bielefeldern (7:19) dennoch weiter Tabellenletzter sind, waren viele kleine Unzulänglichkeiten. "Wir machen zu viele Fehler", stöhnte Manuel Mühlbrandt nach dem Schlusspfiff. "Wir haben doch heute das Spiel mehr verloren, als dass die Bielefelder es gewonnen hätten", klagte der TSG-Coach. Vor Augen hatte er dabei Szenen wie beim 17:14, als sich der zurücktrabende Benny Doherty bei einem Konter der Gäste nicht umschaute. Oder beim 26:28, als Florian Öttking mit einem Siebenmeter an TuS-Keeper David Weinholz scheiterte . Oder die vielen Aktionen, bei denen Jonas Kalter die Angriffe der TSG in die Breite zog, statt so energisch auf die Schnittstellen in der TuS-Abwehr zu gehen, wie er es bei seinen vier Treffern nach der Pause, die die TSG ja auch im Spiel hielten, getan hatte. Grund zum Klagen hätte Mühlbrandt auch wegen der personellen Probleme gehabt. Ausgerechnet in diesem richtungweisenden Kampf um den Klassenerhalt fehlten Kreisläufer und Abwehrchef Nico Schmeckthal (Grippe), konnte Rückraum-Shooter Florian Bröskamp (Bauchmuskelzerrung) nur für einen kurzen Moment aufs Feld, fehlte Julian Schüping umso mehr als Alternative, da Malik St. Claire grippebedingt nur ein paar Minuten helfen konnte. Dass mit "Mo" Schneider ein Routinier der Verbandsliga-Meistermannschaft aushalf, brachte die Hausherren insofern nicht weiter, als der Zweimetermann immer wieder Pausen brauchte und im Abwehrzentrum auch nicht beweglich genug war, um die Kreise des überragenden Bielefelder Spielmachers Leon Ludwigs zu stören. Die Deckungsmitte stand am besten, als sich dort Nico Krspogacin, Kevin Brown und Jonas Kalter formiert hatten. Als auch deshalb der 15:19-Pausenrückstand ausgeholt war, schnupperten die Gastgeber vom 25:25 bis zum 28:28 an einem Punktgewinn. Obwohl die gut 400 Zuschauer ihre TSG jetzt zum Erfolg zu treiben versuchten, reichte es aber nicht ganz. Immer wieder schlichen sich die von Mühlbrandt vehement monierten Fehler im Abschluss ("Ständig die gleichen Würfe") oder im Passspiel ein. Der TuS setzte sich dank der Treffer von Kopschek und Clausing zum 30:28 ab. Entschieden war die Partie als sich der Bielefelder Kreisläufer Lukas Heinz einen weiteren Abpraller sicherte und das 31:28 erzielte. "Wir müssen bissiger werden und schon im Training Verbesserungen wollen", forderte Mühlbrandt auch deshalb. Immerhin hatte dem TSG-Coach für das Nachholspiel beim Tabellensechsten TV Soest am Freitag Mut gemacht, das "wir nie aufgegeben haben".

realisiert durch evolver group