Abwehrbollwerk: Nico Schmeckthal und Torhüter Johnny Dähne müssen sich dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck wieder so entschlossen entgegenstellen wie zuletzt dem VfL Gladbeck. - © Henrik Martinschledde
Abwehrbollwerk: Nico Schmeckthal und Torhüter Johnny Dähne müssen sich dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck wieder so entschlossen entgegenstellen wie zuletzt dem VfL Gladbeck. | © Henrik Martinschledde

Harsewinkel Handball-Oberligist TSG Harsewinkel setzt auf den Heimvorteil

Harsewinkel empfängt den Tabellenvorletzten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck zum Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt

Uwe Kramme
15.12.2018 | Stand 14.12.2018, 18:17 Uhr

Harsewinkel. Manuel Mühlbrandt, auch noch durch einen Todesfall in der Familie mitgenommen, hatte in dieser Woche einige Probleme, die 28:37-Niederlage seiner TSG Harsewinkel in Oberaden zu verknusern. "So eine Klatsche in einem so wichtigen Spiel um den Klassenerhalt, das tut einfach nur weh", sagte der Trainer des Tabellenletzten der Handball-Oberliga. Am meisten zu schaffen machte "Mühle" die große Diskrepanz zwischen den Auftritten seiner Mannschaft in eigner Halle und auswärts. "Wir dürfen uns einfach nicht mehr so beeindrucken lassen", fordert der Coach, der natürlich ganz genau weiß, wie sehr gerade seine jungen Spieler von ihrer Begeisterungsfähigkeit, ihrer Spielfreude und vor allem von ihrem Durchsetzungswillen abhängig sind. Allerdings macht ihm diese Erkenntnis auch Mut für das zwölfte Saisonspiel, denn an diesem Samstag muss der TuS 97 aus Bielefeld-Jöllenbeck in der Harsewinkeler Sporthalle antreten. Dort hat der Aufsteiger schließlich zuletzt auch dank der Unterstützung seiner Zuschauer gegen den VfL Gladbeck (31:29) und den VfL Mennighüffen (27:28) begeisternde Auftritte auf Oberliganiveau hingelegt und vorher auch schon seinen ersten Saisonsieg gegen den TuS Möllbergen (31:28) gelandet. Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht die Bedeutung dieser Partie. Die TSG Harsewinkel belegt mit 4:8 Punkten den 14. Tabellenplatz. Der TuS 97 rangiert mit 5:9 Punkten als Dreizehnter hinter dem TuS Möllbergen (6:18). "Mit einem Sieg wären wir wieder voll im Geschäft", stellt Mühlbrandt heraus. Die Folgen einer Niederlage mag er sich dagegen "lieber gar nicht erst ausmalen." "Sie müssen durchziehen und das Wurfverhalten variieren" Um seiner Mannschaft nicht zu viel Druck aufzulasten, schiebt Mühlbrandt die Favoritenrolle den Gästen zu. "Ich weiß gar nicht, warum die so weit unten stehen. Die haben mit Kopschek, Reinsch und Röttger drei Spieler vom Oberligameister TuS Spenge geholt. Und Kollege Husemann hat mit Grothaus, Ludwigs oder Heins auch noch ein paar andere, sehr erfahrene Handballer." Was die drauf haben, zeigten sie letzte Woche beim 31:31 gegen den Tabellenvierten TV Soest. Um besser gegenhalten zu können, strebt Mühlbrandt an, noch einmal Moritz Schneider und vielleicht auch Stefan Honerkamp zu reaktivieren. Entscheidend ist für ihn aber, dass seine Leistungsträger im Rückraum, Florian und Sven Bröskamp, Jonas Kalter und Niko Krspogacin, wieder beherzigen, was sie in Oberaden vermissen ließen: "Sie müssen gerade und mit Wucht auf die Nahtstellen in der Abwehr gehen, durchziehen und das Wurfverhalten variieren."

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