Siegeswille: Florian Bröskamp war in der Schlussphase der Partie gegen den TuS Möllbergen auch vom besten Gästespieler, Julian Kaatze (r.) nicht mehr zu halten und erzielte fünf seiner sechs Treffer für die TSG Harsewinkel. - © Markus Nieländer
Siegeswille: Florian Bröskamp war in der Schlussphase der Partie gegen den TuS Möllbergen auch vom besten Gästespieler, Julian Kaatze (r.) nicht mehr zu halten und erzielte fünf seiner sechs Treffer für die TSG Harsewinkel. | © Markus Nieländer

Harsewinkel TSG Harsewinkel erkämpft sich gegen den TuS Möllbergen den ersten Sieg

Handball: Die TSG feiert ausgelassen den Anschluss an die anderen abstiegsgefährdeten Mannschaften

Uwe Kramme

Harsewinkel. Standing Ovations von 400 begeisterten Zuschauern auf der Tribüne, Freudentänze von 13 erleichterten Spielern auf dem Feld und ein überwältigter Trainer Manuel Mühlbrandt, der erst einmal in die Kabine flüchten musste, um sich zu sammeln: Nach dem ersten Sieg der Harsewinkeler Handballer in der Oberliga kochten gestern Abend die Emotionen über. "Das ist doch einfach nur geil." Als er nach dem 31:28 gegen den TuS Möllbergen Rede und Antwort stehen konnte, platzte "Mühle" fast vor Stolz auf seine Mannschaft. "Ich bin oft gefragt worden, ob die Jungs die Serie von sieben Niederlagen wegstecken können und ob sie noch an sich glauben. Heute haben sie ihre Antwort gegeben und sich trotz eines Vier-Tore-Rückstandes und dauernder Unterzahl zurückkämpft." Sven Bröskamp ist optimistisch Und das nicht nur ins Spiel. Auch die Tabelle eröffnet dem Aufsteiger jetzt die Chance auf den Klassenerhalt, die er vom ersten Spieltag an beschworen hat. "Wir sind dran", kommentierte Sven Bröskamp strahlend die Ausgangslage vor dem nächsten Spiel gegen Mennighüffen am 16. November: Harsewinkel (2:14 Punkte), Oberaden (2:14), TuS 97 (3:13) und Möllbergen (4:12). Die Schlussphase der packenden, mit Haken und Ösen geführten Partie musste der TSG-Kapitän auf der Tribüne verfolgen, nachdem er zu Unrecht die dritte Zeitstrafe kassiert hatte (42.). Denn eigentlich hätte Benjamin Doherty für seinen Trikotzupfer gegen den starken Julian Kaatze auf die Strafbank gemusst. Aber die Gastgeber steckten mir ihrer großen Moral den Ausfall ihres Mittelmannes, der sie gerade noch mit zwei Schlagwürfen im Spiel gehalten hatte, genauso weg, wie sie sich in der 1. Halbzeit auch von einem 3:7 und einem 4:8 nicht hatten beeindrucken lassen. Florian Bröskamp trifft dreimal in Folge In den Griff bekamen die Harsewinkeler Gegner und Partie, als sie nach dem ersten Führungstreffer von Sergej Braun zum 23:22 (46.) eine kaum mehr zu überwindende Deckung aufbauten und sich Johnny Dähne dahinter immer mehr steigerte. Die Gäste kamen zwar noch einmal zum Ausgleich (24:24), als sie leichte Fehler der TSG nutzten. Doch dann langte Florian Bröskamp dreimal in Folge unwiderstehlich hin. Als Jonas Kalter sowie der starke Rechtsaußen Sergej Braun auf 29:25 erhöhten und die Halle zum siebten Feldspieler wurde, stand der für Mühlbrandt "am Ende hoch verdiente Sieg" fest. Kollege Andre Torge widersprach nicht. Entscheidend aus seiner Sicht: "Harsewinkel hatte zumindest in der 2. Halbzeit eine Torwartleistung und wir nicht. Außerdem konnten wir Florian Bröskamp nicht mehr halten und haben die TSG mit drei, vier überhasteten Abschlüssen zu Gegenstößen eingeladen, auf die wir keine Antwort mehr hatten."

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