Klassenunterschied: Die Harsewinkeler Jonas Kalter (r.) und Sven Bröskamp (6) konnten auch Julius Hinz nicht aufhalten. Der Bielefelder erzielte vor seinem Heimpublikum sieben Tore zum Sieg des Top-Favoriten. - © Andreas Zobe
Klassenunterschied: Die Harsewinkeler Jonas Kalter (r.) und Sven Bröskamp (6) konnten auch Julius Hinz nicht aufhalten. Der Bielefelder erzielte vor seinem Heimpublikum sieben Tore zum Sieg des Top-Favoriten. | © Andreas Zobe

Bielefeld Krasse Lehrstunde für die Harsewinkeler Handballer

Oberligist TSG Harsewinkel unterliegt zum Saisonstart beim Titelkandidaten TSG A-H Bielefeld vor 1.200 Zuschauern in der Seidenstickerhalle mit 22:34

Uwe Kramme

Bielefeld. Gleich bei der ersten Etappe auf dem Weg, sich an das Oberliga-Niveau zu gewöhnen, erhielten die Handballer der TSG Harsewinkel gestern Abend eine ernüchternde Lehrstunde. Allerdings erteilte sie mit der TSG A-H Bielefeld eine Mannschaft, die nicht erst reinkommen will in die höchste westfälische Spielklasse, sondern möglichst schnell aus ihr raus. Gegen den mit Drittligaqualität besetzten Titelkandidaten war der Aufsteiger aus der Mähdrescherstadt bei der 22:34-Niederlage hoffnungslos unterlegen. Die Partie in der mit 1.200 Zuschauern besetzten Seidenstickerhalle war im Prinzip schon nach neun Minuten entschieden. Ohne sich einen einzigen Fehlwurf geleistet zu haben, führten die Gastgeber mit 7:2. Schon hier zeigte sich, dass die Harsewinkeler gegen den wurfgewaltigen Bielefelder Rückraum chancenlos war. Maximilian Schürmeyer (5) und vor allem der Ex-Harsewinkeler Luca Sewing (8) trafen in der 1. Halbzeit nach Belieben. Die TSG-Torhüter Maik Schröder und Johnny Dähne vermochten überhaupt nicht ins Spiel einzugreifen. Gegen die auch größen- und gewichtsmäßig in einer anderen Liga spielenden Gastgebern gelang es nur wenigen Harsewinkelern, sich gelegentlich durchzusetzen. Florian Bröskamp (5), Sven Bröskamp (2) und Jonas Kalter (2) sorgten mit ihren Treffern dafür, dass der Pausenrückstand nicht noch größer als 12:20 war. Trainer Manuel Mühlbrandt versuchte zwar mit zahlreichen taktischen Deckungsvarianten gegenzusteuern, doch obwohl sich sein Team ab der 15. Minute etwas in die Partie reinkämpfte, fruchtete letztlich nichts. Häufig landete der vorne oft vom Bielefelder Keeper Maximilian Kroll weggenommene Ball schon im Harsewinkeler Tor, bevor die Abwehr hinten halbwegs geordnet in Position stand. Für eine Trendwende kamen die Gäste nie in Frage Auch in der 2. Halbzeit bejubelte der rund 130 Zuschauer starke Harsewinkeler Anhang jede gelungene Aktion und jeden Treffer ihres Teams lautstark, doch für eine Trendwende kamen die Gäste nie in Frage. Dabei verzichtete der Bielefelder Trainer Stephan Just auf den Einsatz von Sewing ganz, und Schüttemeyer unterließ Torwürfe. Bei den Harsewinkelern trug Moritz Schneider zur leichten Stabilisierung der Abwehr und mit drei schönen Toren zur Stabilisierung des Ergebnisses bei. "Wir müssen uns für diesen Auftritt nicht schämen, denn Einstellung, Kampf und Leidenschaft waren da", sagte Manuel Mühlbrandt. Zu verbessern gelte es die Chancenverwertung: "Gegen die vier Zwei-Meter-Brocken in der Bielefelder Abwehr haben wir uns zu viele Fehlwürfe geleistet." TSG Harsewinkel: Schröder (1), Dähne - S. Bröskamp (2), Öttking, Doherty (3), Schneider (3), Honerkamp, Kalter (4), St. Claire (1), Brown, F. Bröskamp (6), Pelkmann, Schüpping (1), Kreismann (1).

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