Beobachter: Verls Trainer Andreas Golombek (stehend), bewaffnet mit Stift und Zettel, schaut dem Spiel seiner Mannschaft zu. Torwarttrainer Milenko Gilic (v.l.) und Co-Trainer Andreas Pavkovic machen sich Notizen. - © Henrik Martinschledde
Beobachter: Verls Trainer Andreas Golombek (stehend), bewaffnet mit Stift und Zettel, schaut dem Spiel seiner Mannschaft zu. Torwarttrainer Milenko Gilic (v.l.) und Co-Trainer Andreas Pavkovic machen sich Notizen. | © Henrik Martinschledde

Verl Falscher Wikipedia-Eintrag deklariert Verler Trainer als Arminen-Coach

Regionalligist SC Verl testet am Sonntag in der Sportclub Arena gegen den Zweitligisten aus Bielefeld

Astrid Plaßhenrich

Verl. Da steht es schwarz auf weiß: Andreas Golombek ist Trainer des Fußball-Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld. So zumindest ist es in der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia in dem Artikel über "Andreas Golombek" zu lesen. Der Coach, der tatsächlich den Regionalligisten SC Verl trainiert, kennt den Eintrag und findet ihn recht amüsant: "Ich habe davon erfahren, als mich meine Kollegen vom Fußballlehrer-Lehrgang vor ein paar Wochen darauf angesprochen haben. Für mich war das aber natürlich nie ein Thema, auch wenn mein Name ab und zu ins Spiel gebracht wurde." Laut Wikipedia läuft Golombeks Vertrag in Bielefeld bis 2018. Genauso lange wie der von Rüdiger Rehm, dem tatsächlichen Arminen-Coach. Und jetzt treffen die beiden Trainer am Sonntag (15 Uhr) in der Verler Sportclub Arena beim Test ihrer beiden Mannschaften auch noch aufeinander. Für den Regionalligisten ist es die letzte Spiel vor dem Meisterschaftsstart am kommenden Samstag bei der SG Wattenscheid. Andreas Golombek freut sich, dass nach Bayer Leverkusen mit dem DSC erneut ein attraktiver Gegner im neuen Verler Stadion aufläuft. "Für uns ist das ein weiteres Highlight und ein super letzter Test", sagt der Verler Trainer. Nicht dabei sein wird allerdings Nico Hecker. Der Mittelfeldspieler hatte sich im Spiel gegen Leverkusen eine Schultereckgelenksprengung zugezogen und wurde am Mittwoch von Bayer-Mannschaftsarzt Dr. Philipp Ehrenstein operiert. Bereits am Freitag durfte der 24-Jährige das Krankenhaus wieder verlassen. Die Operation verlief ohne Komplikationen. Wenn alles nach Plan läuft, wird Hecker in zwei Wochen mit Rehamaßnahmen beginnen und in acht bis zehn Wochen wieder spielen. "Der Ausfall tut uns weh. Nico war richtig gut drauf", erklärt Golombek. Wer den "Flügelflitzer" in den kommenden Wochen ersetzen wird, steht noch nicht fest. "Wir haben mehrere Optionen und werden den Test gegen Arminia nutzen, um einige Dinge auszuprobieren", so der SCV-Trainer. Manuel Rasp, Daniel Schaal, Haralambos Makridis oder Matthias Haeder können die Position spielen und bringen die nötige Geschwindigkeit mit. Letzterer wird gegen Bielefeld aufgrund einer Hackenverletzung mit hoher Wahrscheinlichkeit aber geschont. Golombek: "Wir wollen kein Risiko eingehen." Und Philip Semlits, der ebenfalls auf der rechten Außenbahn auflaufen kann, braucht noch Zeit. Der 23-jährige Rückkehrer ist erst am Montag wieder ins Training eingestiegen. Eine Entscheidung, wer am 1. Spieltag zwischen den Pfosten stehen wird, ist auch noch nicht gefallen. Die etatmäßige Nummer 1, Sebastian Lange, laboriert noch immer an einer Oberschenkelverletzung. Gegen Arminia werden Robin Brüseke und der Ex-Bielefelder Jarno Peters jeweils eine Halbzeit spielen. "Wir werden erst im Verlauf der kommenden Woche eine Entscheidung treffen", so Golombek. Der 47-Jährige hofft indes auf viele Fans am Sonntag: "Schließlich sind die Zuschauer in unserem neuen Stadion ganz nah an den Spielern."

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