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Online-Training steht weiter hoch im Kurs. - © picture alliance/dpa
Online-Training steht weiter hoch im Kurs. | © picture alliance/dpa

Bielefeld Online-Sport hat sich in den Vereinen etabliert

Digitaler Austausch für Vereine: Der Landessportbund NRW fragt immer wieder “Wo drückt der Turnschuh?” – und hat überraschend viele Antworten parat.

Yvonne Gottschlich
10.06.2021 | Stand 10.06.2021, 15:55 Uhr

Bielefeld. Viele Vereine haben im Lockdown aus der Not eine Tugend gemacht und neue Ideen und Formate entwickelt. Nicht alles hat funktioniert, aber einiges wird auch in Zukunft bleiben.

In einer digitalen Sprechstunde des Landessportbundes (LSB) gab es viel Austausch, auch der Verband lieferte zahlreiche Ideen. Sven Visser, beim LSB für Bildung und Qualifizierung zuständig, erklärte: „Wir möchten hier voneinander lernen, gute Beispiele erklären, die andere auch nutzen könnten.” Visser fragte: „Brauchen wir neue Attraktionen?” Als Anregung verwies er auf die SportOnlineKartei, in der rund 2.500 Spiele- und Übungssammlungen des Landessportbundes NRW für jeden abrufbar sind. Die Teilnehmer stellten Möglichkeiten wie die Actionbound- oder Teamfit App vor, die sehr beliebt sind. Andere Vereine boten Training per Videokonferenz an oder hielten das Vereinsleben ebenfalls online aufrecht: „Wir haben statt Sport auch einfach mal online Spieleangebote wie Tabu oder Montagsmaler angeboten, so gab es Abwechslung”, sagte ein Teilnehmer. Als Alternative für die wettkampffreie Zeit behält ein Verein seine Challenges im Programm. „Die Angebote waren offen für alle, auch Externe konnten sounseren Sport kennenlernen, sich ausprobieren und als Familie viel Spaß daran haben.” Einige Fachverbände öffneten sich, und so können manche Aktive ihre ersten Kinderturnabzeichen oder Judoprüfungen online absolvieren und sich fürs Training belohnen.

"Sportmeo" und "Kursbuddy" helfen auf die Sprünge

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Das #trotzdemsport-Programm des Landessportbundes bot viele Anregungen, die auch immer noch umgesetzt werden können: Bewegung aus der Tüte, Schatzsuche, QR-Code-Familienrallye oder Geocaching sind in vielen Vereinen durchgeführt worden. Jetzt, da es wieder zurück auf die Plätze und in die Halle geht, sind Tipps zur Nachverfolgung beliebt: Mit sportmeo oder kursbuddy lässt sich von Planung, Anmeldung bis zur Nachverfolgung vieles vereinfachen. Die Antworten auf die Frage, wie Vereine ihre Mitglieder erreichen, wenn keine Angebote stattfinden können, waren vielfältig: Der Online-Stammtisch, regelmäßiges Mailing oder Newsletter.

Zuschüsse vom Schulministerium

Viele Vereine und ehrenamtliche haben den Lockdown zur Fortbildung genutzt und sich mit Nachwuchsförderung und Gewinnung von Ehrenamtlichen und Trainern auseinandergesetzt. Verschiedene Angebote dazu gibt es beim LSB, auch Selbstlernangebote (unter www.sportbildung-online.de) stehen hoch im Kurs. Susanne Ackermann von der Sportjugend verwies auf außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote: „Extra-Zeit zum Lernen“, was auch von Jugendabteilungen in Vereinen durchgeführt und vom NRW-Schulministerium bezuschusst wird.

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