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Bielefeld HSG-Handballer stellen Privates für den Derbysieg zurück

Handball-Kreisliga A: Auch weil die Spieler von Schröttinghausen/Babenhausen private Termine zurückstellen, triumphiert die HSG gegen TuRa. TuS 97 V gewinnt gegen die Johannisbachpiraten

Arne Schütforth
03.12.2019 | Stand 02.12.2019, 19:42 Uhr
Gregor Winkler

Bielefeld. Zwei Bielefelder Derbys standen in der Kreisliga auf dem Programm - zweimal gab es einen klaren Sieger. Die Erfolge der HSG Schröttinghausen/Babenhausen und des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck V halten den Kampf um den Klassenerhalt, in den die halbe Liga verstrickt ist, weiter richtig spannend. Zwischen Platz sechs und dem Schlusslicht liegen gerade mal zwei Punkte. HSG Schröttinghausen/Babenhausen - TuRa 06 Bielefeld 32:22 (14:9). Bei der HSG hatten sie ihrem Personal ins Gewissen geredet. "Es sollten auch mal private Dinge zurückgestellt werden. Und wir hatten diesmal tatsächlich die gesamte Truppe zusammen", verkündete Henrik Bönisch erfreut. "Was soll ich sagen?", fragte sich dagegen TuRa-Trainer David Stier. Das Spiel in Babenhausen, obwohl überhaupt nicht unwichtig, sei ein Spiegelbild der Trainingsbeteiligung unter der Woche gewesen, so Stier. Als die Gastgeber einen 8:9-Rückstand in eine 15:9-Führung gedreht hatten, war die Partie schon zu Beginn der zweiten Hälfte entschieden. Lediglich als TuRa von 21:12 (38.) auf 22:17 verkürzen konnte, hatte TuRas Coach noch einmal Hoffnung. "Insgesamt betrachtet haben wir das Spiel gegen deren Torwart weggeworfen", Stier. HSG: Holland-Moritz (9), Junker, Stahlberg (je 5), Freimann (4), Glatzer, Dietrich (je 3), Sundermann, Stullich, Eichelbrenner (je 1). TuRa: Schwickart (9), Morsch (7), Weber (2), Mayregger (2), Reiche, Klindt (je 1). TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck V - TG Schildesche 35:23 (17:9). "Wir haben den Spielplan sehr gut in die Tat umgesetzt", so TuS-Trainer Sven Patzwald. Aus einer früh attackierenden 5:1-Deckung wollte der TuS 97 V von Anfang an Druck auf die nur zu acht erschienenen Gegner machen. In den ersten zehn Minuten konnte die TG das Tempo noch mitgehen, doch dann folgte der Einbruch. "Irgendwann ist nicht mehr drin und du kriegst die einfachen Tore", sagte TG Trainer David Battré. Patzwald präzisierte: "Dank einer starken Abwehr und tollen Paraden unserer Torhüter haben wir Jonas Kronsbein immer wieder frei zum Gegenstoß schicken können. Das hat uns natürlich sehr in die Karten gespielt." Kronsbein erzielte elf seiner 15 Tore per Konter. "Der Sieg geht in Ordnung", musste Battré zerknirscht zugeben. TuS 97: Kronsbein (15), Mühlenweg (7/1), Wobig (6), Martin (3), Nykamp (2), Litzki, Scherlitzke (je 1). TG: K. Göldner (8/2), Zlatkovic (6), Mihailovic (4), Schrenker (3), Hellbusch (2). TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck IV - SG Bünde/Dünne II 26:28 (13:13). Zwischen der 20. und 40. Minute waren die Bielefelder am Drücker. Zu mehreren knappen Führungen (13:11, 17:16) reichte diese pausenübergreifende Phase. Dann drehten die jungen Bünder das Spiel und marschierten bis auf 27:24 (58.) vor. "Man merkt, dass die regelmäßig trainieren und die Abläufe eingespielt sind. Bei uns ist das oft Stückwerk. Wir erzielen unsere Tore eher durch Einzelaktionen", klagte TuS-Coach Sven Rahmlow, dessen Team den gegnerischen Torwart zum Weltmeister warf. TuS 97: Niehaus (10/5), Sadlack, Rohlfing (je 5), Dettke (3), Schlüter (2), Steinschmidt (1). TSG Altenhagen-Heepen III - HSG Spradow II 19:24 (11:17). "Leider musste ich die schlechteste Saisonleistung sehen", bilanzierte TSG-Trainer Marius Moning. Allein in der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft gegen die routinierten Gäste unbedrängt zehn Ballverluste produziert. TSG: Petersen (9/4), Stenner (3), Kampe, Meyer (je 2), Bocksch, Blom, Plönnes (je 1).

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