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Bielefeld TSG-Handballer freuen sich auf drei Heimspiele in Folge

Die TSG A-H Bielefeld erkämpft sich im Kreisderby ein 22:20. Maximilian Schüttemeyer erzielt nach einem holprigen Spiel den erlösenden Treffer

Gregor Winkler
02.12.2019 | Stand 01.12.2019, 20:43 Uhr
Nach hartem Kampf: Die TSG, hier mit Werner (Nr. 32), Schüttemeyer (17) und Schrage (23) siegte in Mennighüffen. - © Andreas Zobe
Nach hartem Kampf: Die TSG, hier mit Werner (Nr. 32), Schüttemeyer (17) und Schrage (23) siegte in Mennighüffen. | © Andreas Zobe

Bielefeld. Rückraumhüne Maximilian Schüttemeyer drehte sich in zentraler Position um die eigene Achse, zog aufs Tor ab - und der Ball zappelte abgefälscht zum 22:20 im Netz. 15 Sekunden waren da im Derby zwischen dem VfL Mennighüffen und der TSG A-H Bielefeld noch zu spielen. Kurz zuvor hatte Mennighüffens Tomasz Tluczynski sein Team per Siebenmeter noch einmal auf 20:21 herangebracht. TSG-Torwart Paul Twarz parierte anschließend noch zweimal. Der Sieg der TSG war der erwartete Kraftakt.

Bielefeld. Rückraumhüne Maximilian Schüttemeyer drehte sich in zentraler Position um die eigene Achse, zog aufs Tor ab - und der Ball zappelte abgefälscht zum 22:20 im Netz. 15 Sekunden waren da im Derby zwischen dem VfL Mennighüffen und der TSG A-H Bielefeld noch zu spielen. Kurz zuvor hatte Mennighüffens Tomasz Tluczynski sein Team per Siebenmeter noch einmal auf 20:21 herangebracht. TSG-Torwart Paul Twarz parierte anschließend noch zweimal. Der Sieg der TSG war der erwartete Kraftakt. Der Schütze des entscheidenden Tores gab sich bescheiden: "Das war wohl auch etwas glücklich. Es war nicht die beste Position und ich weiß nicht, wie viele Hände dazwischen waren", sagte Schüttemeyer. Aber er ist eben derjenige im Kader der TSG, der zur Not auch mal mit (sportlicher) Gewalt ein Spiel entscheiden kann. Der Rückraumlinke lobte aber auch den Gegner: "Wir hatten die Mennighüffener schon oft im Video gesehen, weil sie immer unseren nächsten Gegner hatten. Aber das war diesmal ein ganz anderer Auftritt." Eine aggressive Deckung, gutes Rückzugsverhalten - der VfL ließ die Gäste aus dem Oberzentrum nur ganz schwer ins Spiel kommen. »Wir haben gewonnen, weil wir die nötige Emotionalität und Kampfbereitschaft angenommen haben« Trainer Leif Anton hatte zwei Tage später eine detaillierte Analyse parat: "Wir haben gewonnen, weil wir die nötige Emotionalität und Kampfbereitschaft angenommen haben", begann er den Rückblick. Die Abwehr, die erneut nur 20 Gegentore zuließ, sei stark gewesen. "Am Anfang war vielleicht noch der ein oder andere Wurf zuviel drin", zeigte sich der Coach dann sogar mit seinem Parade-Mannschaftsteil kritisch. "Zwei Elemente gab es, die bei uns nicht gut waren: Wir sind aus der guten Deckung nicht ins Gegenstoßspiel gekommen und haben im Spielverlauf zu wenig Situationen für die Außen und den Kreis kreiert", zählte Anton auf, gab aber auch zu, dass er sehr froh über den knappen Erfolg sei: "Es gibt so viele unangenehme Auswärtsspiele. Und das war bisher das Schwerste", sagte er. »Es ärgert einen, wenn man es nach 20:16 noch einmal spannend werden lässt« Zur Rückblende gehört auch, dass sich die TSG trotz permanenten Rückstands in der ersten und Teilen der zweiten Halbzeit (Ausnahme waren das 2:1, 10:10) ab dem 14:14 (39.) vorbeigekämpft hatte. "Es ärgert einen, wenn man es nach 20:16 noch einmal spannend werden lässt", klagte Anton. Die TSG geht im Dezember in drei aufeinanderfolgende Heimspiele. Zuerst kommt Gladbeck, dann Hemer und als Jahresabschluss dürfen sich die Fans auf das Derby gegen Loxten freuen. "Im Training klappen die Elemente des Offensivspiels schon sehr gut, aber wir können es noch nicht konstant aufs Spiel übertragen", sagt Schüttemeyer. Natürlich freuen sich die Fans auch über Kantersiege, aber wenn man in der Not einen wie Schüttemeyer hat, dann darf man sich die Punkte auch mal mit der Brechstange holen.

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