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Gegenstoßkommando: Linksaußen Jonas Zwaka von der TSG ist wieder einmal allen Gegnern entwischt und setzt gegen TuS-97-Torhüter David Weinholz zu einem weiteren seiner Treffer an.  - © Andreas Zobe
Gegenstoßkommando: Linksaußen Jonas Zwaka von der TSG ist wieder einmal allen Gegnern entwischt und setzt gegen TuS-97-Torhüter David Weinholz zu einem weiteren seiner Treffer an.  | © Andreas Zobe

Oberliga-Derby TSG bietet 1.500 Handball-Fans ein Angriffsspektakel in der Seidensticker-Halle

Altenhagen-Heepen wird seiner Favoritenrolle im Spiel gegen Tus 97 Bielefeld-Jöllenbeck voll gerecht und gewinnt mit 39:29 Toren. Damit sind die Aufstiegsambitionen untermauert

Arne Schütforth
15.11.2019 | Stand 18.11.2019, 18:39 Uhr |
Gregor Winkler

Bielefeld. Die Bielefelder Handball-Szene hatte sich mal wieder in der Seidensticker-Halle versammelt, um den besten Spielern der Stadt genauer auf die Hände zu schauen. Obwohl die sportlichen Voraussetzungen angesichts der unterschiedlichen Ambitionen beider Teams klar waren: Der Aufstiegsaspirant TSG A-H Bielefeld ging als turmhoher Favorit ins Rennen gegen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck, der in der Oberliga um den Klassenerhalt kämpft. Vor, während und auch noch nach dem Derby gab es jede Menge zu Fachsimpeln für die 1.500 Fans. Wenngleich die TSG die Partie mit 39:29 (21:11) für sich entschied und damit den verlustpunktfreien Teams aus Hamm und Loxten auf den Fersen bleibt. Der TuS 97 steckt im Tabellenkeller fest. Die Hoffnungen der neutralen oder nördlich beheimateten Fans auf eine halbwegs spannende Angelegenheit zerschlugen sich schnell: Bis zum 3:3 hielten die Gäste in der beiderseits etwas nervösen Anfangsphase noch mit, gerieten dann aber binnen fünf Minuten durch einen „Sixpack" von Linksaußen Jonas Zwaka (2), Rechtsaußen Dusan Maric (2) sowie den Rückraumspielern Luca Sewing und Luca Werner mit 3:9 ins Hintertreffen (15.) Die logische Auszeit des TuS-97-Trainers Pierre Limberg mit der Umstellung von einer 6:0-Abwehr auf ein 4:2 fruchtete wenig – zu groß war die Dominanz der TSG. Zwar hielt der TuS 97 nun kurzzeitig etwas besser Schritt, ein zweiter Zwischenspurt der TSG klärte die Verhältnisse allerdings schon vor der Pause. Vom 10:5 ging es von der 16. bis zur 22. Minute auf 15:5 davon. Erneut waren Zwaka, Maric und Sewing am munteren Torewerfen beteiligt. Grundstein aber war die nun enorm stabile Defensive der TSG. Einfache Handballer-Rechnung: Eine gute Abwehr ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Gegenstoßspiel. Das setzten die Hausherren beherzt in die Tat um. TSG-Trainer Leif Anton hatte von Beginn an auf Mittelmann Jan Hübner gesetzt, was nicht ganz selbstverständlich, aber umso effektiver war. Bis zum für den TuS 97 ernüchternden Halbzeitstand von 11:21 hatte Limberg hingegen schon sein komplettes Torhüter Trio Weinholz/Grafen/Südhölter aufs Parkett geschickt – dem Angriffs-Spektakel hatten alle drei nichts entgegen zu setzen. Zwei weitere Tore zum 23:11 nach der Pause ließen ein mittelschweres Debakel für den TuS 97 erwarten, doch war es dann mit der letzten Konsequenz der Hausherren vorbei. Vom 32:22 gelangen nun dem TuS 97 drei Treffer in Folge durch Till Kraatz, Justus Clausing und Jan Luca Borutta zum 32:25 – immerhin. Die Gäste zogen sich bis zum Endstand einigermaßen achtbar aus der unangenehmen Affäre. So das Ergebnis der meisten Diskussionsrunden.

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