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Bielefeld Gebrauchtes Wochenende für die Bowler des PSV Bielefeld

Bowling: Als Letzter der Tageswertung geht es am dritten Spieltag zurück auf einen Abstiegsplatz

13.11.2019 | Stand 12.11.2019, 19:51 Uhr

Bielefeld (re). Die Realität schlägt manchmal mit voller Härte zu. So ist es am Wochenende den Bowlern des PSV Bielefeld in der 2. Bundesliga ergangen: Sie reisten nach einem starken vorherigen Spieltag in Berlin mit Selbstvertrauen nach Wilhelmshaven - und kehrten ziemlich ernüchtert als Tages-Letzter mit nur neun von 28 möglichen Punkten heim. Mannschaftskapitän Jan Ahlers sagte: "Das war von allen ein klarer Rückschritt. Ich dachte, wir wären zu diesem Zeitpunkt schon weiter." Zwar hatte der PSV am Samstag vier von sechs möglichen Partien gewonnen, profitierte aber dort von Gegnern, die meist deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben. In den drei abschließenden Spielen am Sonntagmorgen fehlte der Mannschaft dann auch noch das Spielglück. Keine Partie wurde mehr gewonnen, stattdessen setzte es teils deutliche Niederlagen. Symptomatisch war der Ausgang des letzten Spiels gegen Mitabstiegskandidat Hameln: Als die Begegnung schon verloren schien, drehte Bielefeld auf und egalisierte mehr als 100 Pins Rückstand - eine im Bowling vorentscheidende Zahl - in den Schlussdurchgängen, hatte den Sieg gar in der eigenen Hand. "Mit dem letzten Wurf haben wir es vergeigt", meinte Ahlers, der aber ehrlich feststellte: "An diesem Sonntag haben wir keinen einzigen Punkt verdient gehabt." Einerseits offenbarten die Bowler erneut eklatante Schwächen beim Räumwurf, andererseits reagierten die PSV-Starter wiederholt zu spät auf sich verändernde Bahnverhältnisse. Dass Bielefeld gleich zweimal aufgrund technischer Probleme während eines laufenden Spiels die Bahn wechseln musste, passte zu den zwei gebrauchten Tagen. Als Ausrede will Ahlers das aber nicht gelten lassen: "Sicherlich waren die Bedingungen nicht optimal, aber wir suchen die Fehler bei uns selbst. Unsere Gegner hatten schließlich die gleiche Herausforderung, und sie haben es besser gelöst." »Auf die Konkurrenz müssen wir aktuell nicht gucken« Mit einem Schnitt von 200,6 Pins pro Spiel war Ahlers bester Spieler des klassenhöchsten ostwestfälischen Bowlingklubs, dahinter reihten sich René Filor (197,0), Michael Koch (187,7), Patrick Schäfer (178,0), Timo Deichsel (170,8) und Jan-Niclas Ernst (156,5) ein. Damit holte der PSV insgesamt nur 185,5 Pins pro Spiel. "Fünf weniger, als die zweite Liga im Schnitt erzielt hat", sagt Ahlers spürbar enttäuscht. Während die vier Siege acht Punkte brachten, holte der PSV mit dem schlechtesten Gesamt-Pinergebnis vom Wochenende nur einen von zehn möglichen Bonuszählern. Insgesamt hat Bielefeld erst acht Bonuspunkte auf der Habenseite. Als Neunter ist die Hoffnung aber noch längst nicht verloren: Die drei vor dem PSV platzierten Teams sind in Reichweite. Der Fokus liegt in der dreimonatigen Winterpause nun aber auf dem eigenen Spiel. Ahlers. "Auf die Konkurrenz müssen wir aktuell nicht gucken. Wer so spielt wie wir in Wilhelmshaven, der steigt ab."

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