0

Bielefeld Sophia Weiß wird Zehnte beim Dressurturnier des RV Brake

Reiten: Eine Woche nach dem Springturnier standen beim Reit- und Fahrverein die Dressurreiter im Fokus. Warum diese mit großer Dankbarkeit nach Bielefeld kommen

Jan Ahlers
13.08.2019 | Stand 12.08.2019, 19:41 Uhr

Bielefeld. Zwei Turniere binnen einer Woche - das schlaucht. Doch der Reit- und Fahrverein (RV) Brake hat sich bewusst für das Mammutprogramm mit getrennten Spring- und Dressurwettbewerben entschieden - und dafür viel Lob erhalten. Nachdem sich die Springer am ersten Augustwochenende duelliert hatten, präsentierten sich von Freitag bis Sonntag nun mehrere Hundert Dressurreiter. Zur Meisterin der S*-Klasse kürte sich Kira Laura Soddemann vom ZRFV Coesfeld-Lette. Für den zweiten Vorsitzenden des RV Brake, Volker Weimann, bedeutete der zweite Wettbewerb ein weiteres stressvolles Wochenende. 2018 war das reine Dressurturnier ins Leben gerufen worden und hatte damals sogleich mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. "Es war unglaublich heiß", sagte Weimann. Da im Dressurreiten oftmals ältere Pferde eingesetzt würden, hätten diese besonders mit der Hitze zu kämpfen gehabt. "Viele Reiter haben uns damals ermutigt, weiterzumachen. In diesem Jahr war dann auch das Wetter auf unserer Seite." »Es ist wichtig, dass sich das Turnier von alleine trägt« Die Dresseure waren aus ganz Westfalen angereist - ein Zeichen, dass die Branche neuen Turnieren offen gegenüberstehe, sagte der zweite Vorsitzende. "Die Dressurreiter sind sehr dankbar, auch weil es nur noch wenige reine Dressurturniere für sie gibt", erläuterte er. Auch, weil während des Turniers stets zwanzig Helfer auf Dressurplatz und in der großen Reithalle aktiv waren, herrschten laut Veranstalter sehr gute Bedingungen. Der Termin sei nicht ganz ohne Hintergedanken gewählt worden, gab Weimann zu: "Durch das größere Springturnier vor einer Woche mussten wir keine großen Aufbauarbeiten leisten." So hätte etwa das große Turnierzelt nicht abmontiert werden müssen. Auch mit der Kulisse von etwa 300 Zuschauern am Sonntag zeigte sich der Verein zufrieden. "Es ist wichtig, dass sich das Dressurturnier von alleine trägt", sagte Weimann. Auch weil die Reiter des Vereins viel eigene Arbeit in die Organisation stecken, so etwa das eigenverantwortliche Catering, sei dies in der zweiten Auflage gelungen. Da spielte es nur noch eine Nebenrolle, dass die eigenen Reiter bei den größeren Entscheidungen keine Treppchenplätze belegten. RV-Starterin Sophia Weiß belegte auf "Dutch Boy" in der M**-Klasse immerhin einen respektablen zehnten Platz unter 23 Startern. Eine weitere Auflage im Jahr 2020 ist dank der positiven Resonanz unterdessen geplant. "Aller guten Dinge sind drei", sagt Weimann. "Die Teilnehmer geben uns Bestätigung, weiterzumachen."

realisiert durch evolver group