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Bielefeld Erstes Bielefelder Handball-Derby der Saison geht an die TSG

Die Bielefelder Oberligisten trafen beim 1. MC-Schulz-Cup in Bad Salzuflen aufeinander

Arne Schütforth
12.08.2019 | Stand 11.08.2019, 23:08 Uhr

Bielefeld. Lange mussten die Bielefelder Handballfans nicht auf den ersten Stadtvergleich ihrer Handball-Schwergewichte warten. Sie mussten dafür aber nach Bad Salzuflen fahren. Die Oberligisten TSG A-H Bielefeld, die jüngst mit der Kögel & Nunne Bau GmbH einen neuen Premiumpartner präsentiert hat, und TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck trafen am ersten Vorbereitungswochenende im kleinen Finale des 1. MC-Schulz-Cups in Bad Salzuflen aufeinander. Mit 36:24 (16:10) triumphierten die Ost-Bielefelder am Ende deutlich. Mit Spannung war erwartet worden, wie das Gesicht der neuen, stark verjüngten Mannschaft des TuS 97 zum Start der finalen Saisonvorbereitung aussehen würde. Die Antwort: Es tummelten sich Talente wie etwa Michel Steffen oder Nils Grafen im Kader der Jöllenbecker, die in der vergangenen Saison noch in der Landesliga spielten - die Personalplanungen seien aber nicht abgeschlossen, betonte der neue Cheftrainer des TuS 97, Pierre Limberg. Mit den Impressionen des Stadtvergleichs war Limberg nicht unzufrieden, auch wenn die Niederlage am Ende deutlich ausfiel. "In den ersten 20 Minuten haben wir sehr schönen, guten Handball gespielt", berichtete Limberg, dessen Mannschaft das Spiel bis zum 9:9 (21.) ausgeglichen gestalten konnte. "Wir haben auf unsere Chancen gewartet und die TSG in Bewegung bekommen", skizzierte der Coach. "Mit zunehmender Spielzeit hat unsere Abwehrbereitschaft zugenommen und wir konnten die langen Angriffe von Jöllenbeck gut verteidigen", berichtete TSG-Trainer Leif Anton. Hauptprofiteur war TSG-Rechtsaußen Nils Strathmeier, der zahlreiche Gegenstoßtore erzielen konnte. »Ich wollte sehen, welchen Charakter meine Mannschaft hat« Dass Jöllenbeck nach dem 10:12 (25.) endgültig den Anschluss verlor - über 10:16 (30.) und 16:26 (45.) wuchs der Rückstand kontinuierlich an - lag laut Limberg auch an den Strapazen der Vorbereitung: "Wir haben die Spiele des Wochenendes in ein Trainingslager eingebettet - die Intensität in den Einheiten war sehr hoch. Ich wollte sehen, welchen Charakter meine Mannschaft hat", meinte Limberg. Dass überhaupt ein Stadtvergleich anstand, lag auch an der 29:30-Halbfinalniederlage des TuS 97 gegen Handball Bad Salzuflen sowie der 26:34 (11:16)-Pleite der TSG A-H Bielefeld gegen Drittligist HandbALL Lippe. "Irgendwann sind wir hinterhergelaufen, weil unsere Abläufe noch nicht so gefestigt sind", erkannte Anton. Mit dem aktuellen Stand der Vorbereitung ist der neue TSG-Coach trotzdem zufrieden: "Wir haben uns Stück für Stück weiter entwickelt, auch wenn die finale Vorbereitung gerade erst begonnen hat." Turniersieger wurde Handball All Lippe, die das Finale gegen die Gastgeber aus Bad Salzuflen mit 33:21 gewannen.

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