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Ex-Armine Hornig unterstützt neue DFB-Junior-Coaches

Trainerschein: Als Grundlage für die C-Lizenz bietet der Fußballverband seit einigen Jahren schon für Heranwachsende eine vorbereitende Ausbildung an. Damit soll das Ehrenamt gestärkt werden

Jan Ahlers
12.07.2019 | Stand 11.07.2019, 19:44 Uhr

Bielefeld. Auch im dreizehnten Jahr hat das Helmholtz-Gymnasium als NRW-Sportschule sowie DFB-Eliteschule wieder erfolgreich junge und ältere Nachwuchsfußballtrainer hervorgebracht. Im Rahmen einer fünftägigen Ausbildung zum "DFB-Junior-Coach" wird durch das Projekt, das von der Commerzbank unterstützt wird, der frühzeitige Einstieg in die lizenzierte Trainertätigkeit ermöglicht. "In diesem Jahr sind außer Schülern aus Bielefeld und Umgebung auch Vereinsverantwortliche dabei gewesen, die ihr Fachwissen im Kinder- und Jugendfußball erweitern wollen", sagt Michael Felsch, der als Fußball-Koordinator am Gymnasium tätig ist. Über 40 Stunden erstreckt sich die Ausbildung an fünf Tagen - dabei wird nicht nur Wert auf das Sportliche, sondern auch auf die Persönlichkeitsentwicklung der Nachwuchstrainer gelegt. "Die Jugendlichen übernehmen früh Verantwortung" "Wie gehe ich mit dem Schiedsrichter um und wie begegne ich Eltern, die am Sportplatz maßloses Verhalten zeigen, etwa die Kinder beschimpfen oder auf den Platz stürmen? Das sind Inhalte des Coachings abseits der Spieltaktik, die immer mehr Stellenwert erhalten", sagt Felsch. Für viele Teilnehmer des Kurses bedeutet der Junior-Coach den ersten Schritt in der Trainerlaufbahn, denn er kann mit 30 Unterrichtseinheiten auf den Lehrgang zur C-Lizenz angerechnet werden - mit dieser dürfen schließlich alle Fußballmannschaften auf Kreisebene trainiert werden. "Einige Schüler möchten als Trainer ihre Begeisterung für den Fußball weitergeben", sagt Johannes Danner, Koordinator der DFB-Stützpunkte in Westfalen. Das Projekt auf Initiative des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gibt es bereits seit 2006, allein seit 2014 wurden laut Angaben des Verbandes mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche zu Juniortrainern ausgebildet. Damit soll der Trainernachwuchs in Deutschland gestärkt und das Ehrenamt gefördert werden. Außerdem soll so die rückläufige Zahl aktiver Trainer, Betreuer und weiterer Ehrenamtlicher in Fußballvereinen entgegengewirkt haben. "Die Jugendlichen übernehmen früh Verantwortung, was beim Einstieg in den Beruf später sehr hilfreich ist", sagt Armin Straßner als Pate vom Unterstützer Commerzbank. Zum Abschluss der Ausbildung gab es für die Fans des Zweitligisten Arminia Bielefeld unter den Jungtrainern eine besondere Überraschung: Ex-Kapitän und Innenverteidiger Manuel Hornig, der in einigen Wochen als Lehrer am Helmholtz-Gymnasium seine erste eigene Schulklasse übernehmen wird, schaute am Vormittag kurz vorbei. "Als Sportler brauchst du immer einen Plan B, habe ich in meiner Karriere erfahren", sagt der 36-Jährige, der seine aktive Karriere vor zwei Jahren beendet hat. "Es gibt immer auch ein Leben nach dem Fußball."

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