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Start frei: Der Volkslauf war eines der Highlights der 23. Bethel Athletics. - © Dennis Angenendt
Start frei: Der Volkslauf war eines der Highlights der 23. Bethel Athletics. | © Dennis Angenendt

Lokalsport Mit Bildern: So liefen die Bethel Athletics 2019

23. Bethel Athletics: Auf die spektakuläre Eröffnung folgen spannende Wettkämpfe. Jeder Sportler wird ausgezeichnet.

Dennis Angenendt
07.07.2019 | Stand 07.07.2019, 13:51 Uhr |
Jan Ahlers

Bielefeld. Das Wetter hatte mitgespielt – in jeder Hinsicht. Denn zu den 23. Bethel Athletics, zu denen mehr als tausend Sportler sowie hunderte Helfer, Begleiter und Zuschauer geströmt waren, ist es nicht zu heiß und der befürchtete Regen setzt erst pünktlich am Abend ein, als die letzten Disziplinen absolviert sind. Perfekte Bedingungen also für die in Bielefeld längst etablierten und doch stets aufs Neue bemerkenswerten Wettkämpfe von Sportlern mit und ohne Behinderung. „Es läuft alles rund und wir haben super Teilnahmezahlen", sagt Organisatorin Antje Pyl. „Gerade beim Fußball haben wir einen echten Boom erfahren." Sie kann am Mittag nur kurz durchpusten. Es gilt, dutzende Schauplätze von Wettkämpfen und Mitmachstationen im Blick zu behalten, darunter die Sportarten Fußball, Leichtathletik und Tischtennis, aber auch wettbewerbsfreie Angebote wie das Bootsfahren oder ein Rollstuhl-Parcours. Rund 300 Helfer, bestehend aus Schülern, Studierenden, Bethel-Mitarbeitern und Ehrenamtlichen stehen Pyl zur Seite und gewähren einen reibungslosen Ablauf, an dessen Ende jeder Teilnehmer eine Medaille erhält. Das verdeutlicht: Nicht der sportliche Wettkampf, sondern das gemeinsame Miteinander steht an diesem Tag im Vordergrund. "Bethel Athletics sind gelebte Inklusion" „Die Bethel Athletics sind gelebte Inklusion und damit ein Vorbild", hob Oberbürgermeister Pit Clausen bei seiner Eröffnungsrede am Morgen hervor. „Ich wünsche mir einen solchen Umgang 365 Tage im Jahr an allen Orten der Stadt." Zuvor war das Olympische Feuer von zwei erfahrenen Fallschirmspringern eingeflogen worden – eine hektische, aber letztlich kontrollierte Landung inklusive. Die Sportler stammen längst nicht nur aus Bielefeld. Ob die Lebenshilfe Minden, die Lübbecker Werkstätten, Osnabrück, Lippstadt oder Mülheim: Delegationen aus vielen verschiedenen Städten kommen Jahr für Jahr gerne zum sportlichen Großevent in Bethel. Auch die Partnerstädte beteiligen sich: Aus dem russischen Nowgorod und dem polnischen Rzeszow trudeln Reisegruppen ein. Elzbieta Piecuch ist aus Rzeszow nach Bielefeld gereist So etwa Elzbieta Piecuch, die bereits zum siebten Mal bei den Bethel Athletics dabei ist und 20 jugendliche Sportler aus Rzeszow begleitet. „Wir sind 13 Stunden mit dem Bus gefahren", erzählt Piecuch. Sie hat früher im Büro für internationale Zusammenarbeit der südpolnischen Stadt gearbeitet, ist mittlerweile pensioniert. „Trotzdem komme ich unglaublich gerne hierher", sagt sie. „Bielefeld ist so gastfreundlich, unsere Jugendlichen schwärmen immer wieder davon." Schülerin Aneta, die kurz zuvor einen Sprint auf der Tartanbahn absolviert hat, kann das bestätigen. Während am Pizzastand die Schlange immer länger wird, haben Sanitäter und Ärzte den Tag über wenig zu tun. „Dass die große Hitze wieder verschwunden ist, ist ein Segen", sagt ein ärztlicher Mitarbeiter. So verlässt jeder Teilnehmer den Sportpark Gadderbaum fit, mit einem Lächeln – und mit einer Medaille um den Hals.

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