Die Handballmannschaft des Jahres

Unsere Experten Gregor Winkler und Arne Schütforth küren Bielefelds Auswahlteam der Saison 2018/2019. Wie immer ist die Leistung nur ein Kriterium für die Nominierung

13.06.2019 | Stand 12.06.2019, 18:38 Uhr

Franziska Baron Braker Frauen-Power in der Fernwurfzone. Während Spielmacherin Finja Meier für die Gegenstöße zuständig ist, sorgt Franziska Baron mit ihren klassischen Rückraumtoren für Gefahr. 167 Treffer erzielte die Halblinke – das sind acht im Schnitt! Julius Hinz An ihm führt kein Weg vorbei: Julius Hinz verfehlte die 200-Tore-Marke nur knapp. Der Linksaußen, der die TSG verlassen wird, erreichte mit seiner roboterhaften Treffsicherheit Zweitliganiveau. Es ist seine zweite Nominierung. Finja Meier Schnell, schneller, Finja! Die Braker Regisseurin lenkt das Spiel und legt im richtigen Moment den Vorwärtsgang ein. 153 Treffer (fast acht im Schnitt) sprechen für sich. Mit ihren routinierten Nebenleuten bildet die junge Spielmacherin ein brandgefährliches Trio. Carsten Kappelt Der Linkshänder ist in Sachen Torquote „Mister Zuverlässig" der TSG IV. Ex-Zweitligaspieler Kappelt hält dem Bielefelder Handball seit einer Ewigkeit die Treue. So einer gehört in die Hall of Fame. Der Routinier verbucht in diesem Jahr erst die zweite Nominierung. Es wird nicht die Letzte sein! Sebastian Reinsch Der emotionale Leader der Mannschaft des Jahres ist Rechtsaußen Sebastian Reinsch vom TuS 97. Dass er zu Saisonbeginn verletzt ausfiel, tat seiner Impulsivität keinen Abbruch. Wenn einer seine Mitspieler lautstark pushen kann, dann Reinsch. Und torgefährlich ist er allemal. Niklas Mühlenweg Wer sich aus der Kreisliga A für eine Versetzung in die Verbandsliga empfiehlt, der muss tüchtig geackert haben. Kreisläufer Niklas Mühlenweg (künftig TuS Brake) verabschiedet sich vom TuS 97 III mit dem Gewinn der Meisterschaft. Solche Erfolgstypen braucht unser Auswahlteam. Felix Hendrich Das Schicksal will es, dass Torwart Felix Hendrich die TSG A-H Bielefeld nach seiner bislang stärksten Saison verlässt. Der gebürtige Magdeburger sprang den gegnerischen Schützen im Stil von Nationaltorwart Silvio Heinevetter entgegen und verhinderte so machen Einschlag. Ersatzspieler Janne Heidemann vom TuS 97 II ist die Entdeckung auf Linksaußen. Er könnte den überragenden Hinz einst beerben. Die Ersatzleute für den Rückraum hat die Redaktion in der Bezirksliga rekrutiert: Nicole Illner war die verlässlichste Spielerin der HSG EGB. Allrounder Marius Merschieve (TuS Brake II) ist „Mister Torgefahr" der Ersatzbank. Nur ein ausgiebiger Skiurlaub verhinderte, dass er bester Torschütze im unbezahlten Handball wurde. Im Tor stellen wir noch Bielefelds ältesten aktiven Handballer, Hans-Dieter „Siggi" Siekmann (Quelle/Ummeln), auf. Mehr Routine als der 70-Jährige kann niemand vorweisen. Die Trainer der Saison Bielefelds einziger Aufstiegstrainer ist Christian Sturhahn (l.) vom TuS 97 III, der als Erfolgscoach unsere Auswahl von Sieg zu Sieg führen wird. Sollte es mal einen Durchhänger geben, steht mit Nils Rusche ein bewährter „Feuerwehrmann" bereit. Er rettete das HT SF Senne und kassierte viel Lob von den Frauen. Hall of Fame Sie waren dreimal in der Mannschaft des Jahres und sind damit in die ewige Ruhmeshalle eingezogen: Ariane Weisser (seit 2004) Frank Brennecke (2006) Ralf Bruelheide (2006) Nils Grothaus (2006) Carl-Moritz Wagner (2006) Christian Schnietz (2006) Julian Merten (2010) Daniel Meyer (2013) Leon Ludwigs (2014) Marcel Volmer (2014) Sven-Eric Husemann (2015) Pascal Welge (2015) Henrik Ortmann (2017)

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