Bielefeld Wasserfreunde mit guten DM-Resultaten

Schwimmen: Gerrit Lüngen kommt über 200 Meter Brust und 200 Meter Lagen sogar ins Finale

Peter Unger
12.06.2019 | Stand 11.06.2019, 19:37 Uhr

Bielefeld. "Wir waren wieder mit einem starken Team bei den Deutschen Meisterschaften vertreten, was nicht selbstverständlich ist", freute sich Wasserfreunde-Coach Christof Taube. "Fast alle haben ihre Leistungen abgerufen - auch wenn vereinzelt ein Rennen mal nicht so lief wie erhofft." Immerhin kehrten die sechs für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifizierten Wasserfreunde mit zwei Top-Ten-Platzierungen und acht Bestzeiten aus Berlin zurück. Außerdem wurden zwei gerade aufgestellte Langbahnrekorde nochmals verbessert. Bemerkenswert waren die zwei Finalteilnahmen von Gerrit Lüngen (Jahrgang 2003) über 200 m Brust und 200 m Lagen. Obwohl er über 100 m Brust (1:08,61 min /12.) mit einer neuen Bestzeit in die Meisterschaften startete, lief sein Rennen nicht optimal. "Da wirkte Gerrit noch nicht richtig frisch." Ähnlich äußerte sich Christof Taube über Lüngens 400 m Lagen-Auftritt (4:51,93 min / 10.). Schon deutlich besser lief es über 50 m Brust (31,53 sec/ 17.). Lüngen präsentiert sich in Top-Form Nach einem freien Nachmittag und entsprechend ausgeruht präsentierte sich Gerrit Lüngen am Folgetag dann in Top-Form. Über 200 m Lagen (2:13,28 min) erreichte er mit neuer Bestzeit als Fünftschnellster das Finale mit berechtigten Hoffnungen auf eine Medaille. Doch der Traum war schnell ausgeträumt, nachdem er aufgrund aktiver Delfin-Beinschläge beim Brustschwimmen disqualifiziert wurde. "Das war für ihn das erste Mal", erläuterte Taube. "In Berlin ist Gerrit sieben Mal Brust geschwommen, sechs Mal war alles in Ordnung", zweifelte der Coach die Berechtigung der Disqualifikation schon ein wenig an. Leicht verunsichert startete Lüngen über 200 m Brust. Bereits im Vorlauf konnte er in 2:28,42 Minuten seine bei den NRW-Meisterschaften geschwommene Bestzeit einstellen und kam erneut als Fünfter ins Finale. Da blieb er 1,5 Sekunden unter dieser Zeit, verbesserte so seinen eigenen Langbahn-Vereinsrekord und wurde nach einem packenden Rennen Gesamt-Siebter. Genauso stark präsentierte sich Gerrits Zwillingsbruder Janne Lüngen, der einige Male Ersatzschwimmer für das Finale war, aufgrund der starken Konkurrenz aber kein Mal nachrücken konnte. "Überragend war sein 50-m-Schmetterlings-Sprint als Zwölfter mit 26,58 Sekunden, womit er seine Bestzeit um acht Zehntel verbesserte", berichtete Taube. Ähnlich überzeugend spulte der 16-Jährige sein weiteres Programm ab, wo er über 400 m Freistil (4:15,53 min/13.) noch mal einmal deutlich schneller als bei den NRW-Titelkämpfen war und über 200 m Freistil (2:00,35 min/11.) an der Zweiminuten-Grenze kratzte. Seine gute Form bestätigte Janne Lüngen auch in weiteren Rennen über 200 m Rücken (2:15,97 min/11.), 100 m Rücken (1:02,48 min/ 12.) und über 50 m Rücken (28,84 sec/17.). Pohlmann ist mit seiner DM-Bilanz zufrieden Zufrieden mit seiner DM-Bilanz war auch der ein Jahr ältere Timo Pohlmann (Jahrgang 2002), der bei seinen fünf Starts zwei Bestzeiten über 100 m Freistil (54,44 sec/26.) und 200 m Freistil (1:59,43 min /17.) erzielte und damit erstmals unter zwei Minuten blieb. Alle anderen Strecken absolvierte Pohlmann auf Bestzeiten-Niveau - darunter die 100 m Schmetterling (1:00,69 min / 16.). Auf vergleichbar hohem Niveau bewegten sich die Zeiten von Leon Uwarow (Jahrgang 2004) bei seinem DM-Debüt. Über 100 m Freistil war er eine halbe Sekunde schneller als bisher (56,07 sec/16.), und auch über 50 m Freistil (25,83 sec/21.) konnte er überzeugen. Mit ihren Zeiten und Rennen haderte dagegen Pia Kleinebekel, die etwa über 100 m Freistil (1:02,16 min/29.) nach einer verunglückten Wende völlig aus dem Rhythmus kam. Deutlich besser liefen die 50 m Freistil (28,46 sec/33.) mit ihrer zweitbesten jemals geschwommen Zeit. Gar nicht gut lief es bei Lina Haberstroh (Jahrgang 2004) die nach gutem Start über 50 m Brust (36,63 sec/25.) immerhin ihre Vorjahreszeit an gleicher Stelle unterbot.

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