Bielefeld Happy End: Brackwede bleibt in der Tischtennis-Oberliga

Tischtennis: Der Absteiger nimmt einen durch Aufstiegsverzichte frei werdenden Platz ein

Hans-Joachim Kaspers
16.05.2019 | Stand 15.05.2019, 18:29 Uhr

Bielefeld. Überraschende Wendung bei der SV Brackwede: Der eigentlich als Tabellenvorletzter aus der Tischtennis-Oberliga abgestiegene Klub wird im kommenden Jahr nun doch weiter in dieser Klasse aufschlagen. "Von den drei Meistern der NRW-Ligen wollte nur der TTV Ronsdorf aufsteigen, die TTG Niederkassel und die DJK Borussia Münster haben aus finanziellen Gründen auf eine Versetzung verzichtet", berichtet SVB-Abteilungsleiter Thorsten List, "dass damit auf einmal ein Platz frei war". Den habe die SV Brackwede nach reiflicher Überlegung angenommen, so List. Wobei die Entscheidung, weiter in der fünften Liga zu spielen, in der Hauptsache von der Zusage der bisherigen Nummer zwei, Marcin Kubiak, abhing. Der Pole, der schon vor dem Bundesliga-Aufstieg in Brackwede gespielt hatte und im Vorjahr zur SVB zurückgekehrt war, hatte die Bielefelder nach dem Abstieg eigentlich schon verlassen. "Als ich ihn jetzt damit konfrontiert habe, dass wir angesichts der neuen Entwicklung weiter auf ihn bauen, hat er nach kurzer Bedenkzeit sein Okay gegeben", freut sich List. Für SVB-Pressesprecher Dirk Sluyter war es wichtig, Kubiak zu halten: "Ohne ihn wären wir im oberen Paarkreuz zu schwach aufgestellt gewesen", sagt Sluyter, der zudem darauf hinweist, dass ein neuer zweiter Mann für die Oberliga angesichts der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr zu bekommen gewesen wäre: "Alle interessanten Leute sind doch längst bei anderen Vereinen untergekommen." Marcin Kubiak übernimmt also hinter SVB-Spitzenspieler Stefan Höppner die Position zwei, an Brett drei schlägt mit Lars Lückmann ein aus der zweiten Mannschaft hoch gezogener Akteur auf, von dem sich Torsten List Einiges erwartet: "Lars verfügt schon längere Zeit über die für die Oberliga nötige Spielstärke, er wird uns an dieser Stelle sehr gut tun." Die Positionen vier und fünf sind mit den Routiniers Frank Wesch und Torben Jürgens besetzt, Sechster im Bunde ist Heimkehrer Chris Klinksiek, der von seinem halbjährigen Australien-Aufenthalt zurück ist. Da Wesch und Jürgens nicht alle Einsätze bestreiten wollen, stehen Philip Kortekamp und/oder Torben Pierskalla als Ergänzungsspieler bereit. "Das ist eine mit vielen Brackweder Jungs besetzte Truppe, die bei unseren Zuschauern sicher gut ankommen wird", freut sich Dirk Sluyter. SVB-Chef List ist davon überzeugt, dass diese Mannschaft die Klasse in der kommenden Saison halten wird. "Wir haben schon in der Rückrunde der vergangenen Saison mit guten Ergebnissen und mannschaftlich geschlossenen Auftritten gezeigt, dass wir in der Oberliga mithalten können", erklärt List: In der Endabrechnung habe der Mannschaft nur die durch immense Personalprobleme völlig verkorkste Hinrunde wie ein Klotz am Bein gehangen, so dass der Abstieg nicht hatte vermieden werden können. "So einen rabenschwarzen ersten Saisonteil erlebt man im Leben aber nur einmal", ist sich List sicher, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt.

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