Bielefeld Tischtennis-Senioren der SVB holen die Bronzemedaille

Mit Ehrgeiz und Leidenschaft

Bielefeld. Die Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren haben alle Erwartungen erfüllt. Rund 200 Aktive aus den besten NRW-Teams kämpften in vier Altersklassen (Ü 40 bis Ü 70) um Titel und Ranglistenpunkte. "Wir freuen uns, dass die Meisterschaften gut und im Zeitplan über die Bühne gegangen sind", fiel das Fazit von Günter Münnemann, dem Vorsitzenden des Westdeutschen Seniorenausschusses, positiv aus. Die SV Brackwede präsentierte sich zum wiederholten Male als perfekte Gastgeber. Positives Feedback gab es nicht nur für das üppige Angebot in der Cafeteria. "Alle haben sich wohl gefühlt und die Halle des Brackweder Gymnasiums erwies sich erneut als meisterschaftswürdig", erhielt SVB-Pressesprecher Dirk Sluyter viel Lob. Gut angekommen ist auch der gesellige Abend nach dem ersten Wettkampftag mit Luftgewehrschießen im SVB-Schießkeller. »Das Team ist unglücklicher Dritter geworden« Immerhin in die Medaillenränge schaffen es die Brackweder Herren (Ü 70) mit Hans Schäfer, Jochen Gitzke, Norbert Reinhard und Hans Ziesak. "Letztlich sind sie unglückliche Dritte geworden", berichtet Dirk Sluyter. "Sie waren in einer Gruppe mit den beiden Erstplatzierten aus dem Vorjahr - entsprechend groß war die Herausforderung." In einem Spiel vergab Hans Schäfer fünf Matchbälle. Im Erfolgsfall wäre das SVB-Quartett sogar auf dem zweiten Platz gelandet. Chancenlos waren dagegen das Oldentruper Damen-Duo (Ü 50) mit Ingrid Müller und Silke Schwan, die erwartungsgemäß alle vier Spiele gegen deutlich stärkere Teams verloren. "Wir fühlen uns dafür als Siegerinnen der Herzen", war Ingrid Müller keineswegs geknickt. "Für uns war das Mitmachen heute alles - Hauptsache es hat Spaß gemacht." Überall war mit Leidenschaft geführter Sport zu sehen. "Das kann ich durchaus bestätigen", berichtet Dirk Sluyter. Besonders beeindruckte den SVB-Pressesprecher mit welchem Ehrgeiz und Können die über 60- und 70-jährigen Sportler an den Platten agierten. "Das sieht von außen so locker aus. Die ziehen aber mit ihrer Erfahrung so manch Jüngeren locker ab." Seiner Favoritenstellung gerecht wurde der TTC Schwalbe Bergneustadt, der sowohl bei den Herren Ü 50, als auch in der Ü 60-Klasse den Titel holte. Als Erfolgsgarant für den Verein aus dem bergischen Land fungierte Manfred Nieswand, mehrfacher Deutscher Meister und Seniorenweltmeister von 2016. Außerdem haben die Bergneustädter das Finale der Herren Ü 40 erreicht, mussten hier allerdings Borussia Dortmund mit Zweitliga-Spieler Evgeny Fadeev als neuen Titelträger den Vortritt lassen. Trainer beim TTC Schwalbe Bergneustadt ist Brackwedes ehemaliger Spitzenspieler Lei Yang. Die Sieger-Teams qualifizierten sich für die Deutschen Meisterschaften in Viernheim.

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