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Bielefeld Dreispringer Eggert wird Westfälischer U-20-Vizemeister

Leichtathletik: Bei den westfälischen U-20-Jugendtitelkämpfen in der Seidensticker-Halle überzeugt auch Gößling als Vierter mit persönlicher Bestzeit über 800 Meter

Claus-Werner Kreft
11.02.2019 | Stand 10.02.2019, 21:06 Uhr

Bielefeld. Seine Ausgangsposition war vielversprechend; doch bis kurz vor den Westfalentitelkämpfen der ältesten Jugendklasse U 20 stand der Start von Dreispringer Niklas Eggert (SV Ubbedissen) noch in Frage, weil eine Oberschenkelzerrung im Training wieder aufgebrochen war. Gestern, beim "Heimspiel" in der Seidensticker Halle, konnte er mit leichten Schmerzen den Wettkampf dann doch durchziehen und sich den erhofften Vizetitel sichern. Nach dem Verzicht des Titelkandidaten Florian Bochert schaffte er als einziger Bielefelder den Sprung aufs Treppchen. Niklas Eggert streifte mit 12,05 m seine persönliche Bestmarke von 12,07 m. Im vierköpfigen Starterfeld war der zweite Platz hinter dem favorisierten Gütersloher Johannes Robers (12,32 m) ungefährdet. Für eine Überraschung hatte schon am Vormittag 800-m-Läufer Jos Gößling (SVB) gesorgt. Mit einem Leistungssprung von 2:04,24 auf 2:02,10 Min. wurde er Vierter und verpasste einen Medaillenrang nur um rund eine Sekunde. "Meinen Startplatz rechts auf der Innenbahn konnte ich dazu nutzen, mich gleich vorn einzureihen und gut ins Rennen zu kommen", berichtete er. Seine Freude teilte er mit Trainer Thomas Heidbreder, der sich sehr zufrieden zeigte angesichts dieses Achtungserfolgs. Insgesamt war die durch mehrere Ausfälle beeinflusste Bielefelder Bilanz nicht herausragend. Aber sie schloss noch vier fünfte Plätze ein, den wertvollsten erreichte der zur U 18 zählende TSVE-Sprinter Magnus Meier. "Ich konnte mich nicht optimal vorbereiten und werde heute kaum eine schnelle Zeit laufen", hatte er vor dem 200-m-Rennen gemeint. Doch dann steigerte er sich von 23,80 auf respektable 23,43 Sek. Über 60 m qualifizierte sich sein noch ein Jahr jüngerer Vereinskamerad Tom Li mit 7,38 Sek. für einen der beiden Finalläufe. Weil er aber noch von Erkältungsbeschwerden geschwächt war und nicht in Bestform sprintete, meldete er sich in Absprache mit seinem Vater und mit Trainer Guido Kaulmann vom Finale ab. "Es war heute besser, einem anderen Läufer den Startplatz zu überlassen", begründete Kaulmann den Verzicht. Zu den sportlichen Höhepunkten dieser Meisterschaften, für die der Kreis-Leichtathletik-Ausschuss ein guter Gastgeber war, trugen auch Talente aus OWL bei: Mit 6,20 m glänzte Weitspringerin Ayele Gerken (Lemgo), mit einer Steigerung auf 4,85 m Stabhochspringer Joshua Fadire (Bünde/Löhne), der regelmäßig den Landesleistungsstützpunkt Bielefeld nutzt. Großartig auch die 1:29,69 Minuten der männlichen 4x200-m-Staffel des TV Wattenscheid.

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