0
Stark gespielt: Sebastian Jakszt war trotz der Niederlage selten vom Brühler Block zu stoppen. - © Andreas Zobe
Stark gespielt: Sebastian Jakszt war trotz der Niederlage selten vom Brühler Block zu stoppen. | © Andreas Zobe

Bielefeld Telekom-Volleyballer verlangen dem Spitzenreiter alles ab

Regionalligist verliert nach hartem Kampf mit 1:3. Enttäuschung in der Oberliga

Wolfgang Horstmann
11.02.2019 | Stand 10.02.2019, 21:02 Uhr

Bielefeld. Zwei Sätze gewonnen, sechs abgegeben. Rein rechnerisch lässt sich aus dieser Aussage schließen, dass der zurückliegende Spieltag für die Regionalliga- und Oberligamannschaft des Telekom Post SV nicht erfolgreich gewesen ist. Beide Teams verloren ihre Begegnungen mit 1:3. Trotzdem lösten die Negativerlebnisse unterschiedliche Reaktionen aus. Regionalliga: Telekom Post SV - Brühler TV 1:3 (22:25, 25:19, 19:25, 23:25) ,,Wir haben uns gewehrt, und den Spitzenreiter Brühl gezwungen, sich zu quälen", sagte Bielefelds Regionalligacoach Michael Baumeister, der nach dem letzten Ballwechsel mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden war. Gegen die individuell starken Rheinländer präsentierten sich die Spieler im Telekom-Trikot vom ersten Ballwechsel an als Einheit. Nach misslungenen Aktionen gab es keine Schuldzuweisungen - im Gegenteil: Es war zu beobachten, wie sich die Spieler gegenseitig unterstützten. Im Anschluss an den verlorenen ersten Spielabschnitt steigerten sich die Gastgeber. Sie markierten zahlreiche Blockpunkte und im Angriff erwies sich Markus Wittek als zuverlässiger Punktesammler. Über die Zwischenstationen 5:1, 11:6 und 19:14 steuerte der heimische Regionalligist auf den Satzausgleich zu. Anschließend konnten die Gastgeber das Niveau nicht halten, da Brühl den Druck im Aufschlag erhöhte und Bielefelds Annahme an Präzision verlor. Zwangsläufig ging die Erfolgsquote im Angriff zurück, da der Gästeblock häufig nicht zu überwinden war. Der erneute Satzrückstand führte keineswegs dazu, dass die Gastgeber ihre Bemühungen einstellten. Mit einem erneut kompakten Block erspielte sich die Baumeister-Sechs sogar einige Vorteile. Bis zum 20:17 hofften die Gastgeber auf den Gang in den Tie-Break. In dieser Phase warfen die Brühler, ihre allseits bekannte individuelle Stärke in die Waagschale. Der Vorsprung des Telekom Post SV schmolz, und mit dem erfolgreich verwandelten ersten Matchball für den Gast stand die Heimniederlage fest. Neben dem bereits erwähnten Markus Wittek setzte Youngster Sebastian Jakszt mit seinen Schnellangriffen positive Akzente. Oberliga: Telekom Post SV II - TV Hörde II 1:3 (14:25, 18:25, 25:18, 20:25) ,,Wir haben die Anfangsphasen der beiden ersten Sätze ziemlich verschlafen", zeigte sich Bielefelds Angreifer Christian Frantzen von der Leistung der eigenen Mannschaft enttäuscht. Bielefelds Annahme brachte die druckvollen Aufschläge von Hörde nicht stabil genug in die Finger von Spielmacher Harald Pulina, um ihn in die Lage zu versetzen, ein variables Angriffsspiel aufzuziehen. Die Dominanz der Gäste geriet erst in Durchgang drei ins wanken, als Bielefelds Aufschläge Wirkung zeigten und das Zusammenspiel zwischen Block und Feldabwehr besser wurde. Der Satzgewinn erwies sich nicht als generelle Trendwende in der Partie. Im vierten Satz offenbarten die Gastgeber wieder die leidlich bekannten Fehler und mussten letztendlich Hörde zum Sieg gratulieren. Positive Akzente im Spiel des Telekom Post SV II setzte das Angriffsduo Sascha Gorodetzki und Martin Kunter.

realisiert durch evolver group