Erneut ein Aktivposten im TSG-Trikot: Hier setzt sich Julius Hinz (am Ball) gegen Nils Grothaus durch. Im Hintergrund macht sich Nils Strathmeier (Nr. 18) bereits wieder auf den Rückweg in die Abwehr. Kopschek und Reinsch schauen zu. Foto: Andreas Zobe - © Andreas Zobe
Erneut ein Aktivposten im TSG-Trikot: Hier setzt sich Julius Hinz (am Ball) gegen Nils Grothaus durch. Im Hintergrund macht sich Nils Strathmeier (Nr. 18) bereits wieder auf den Rückweg in die Abwehr. Kopschek und Reinsch schauen zu. Foto: Andreas Zobe | © Andreas Zobe

Lokalsport Bielefeld Waschechter Derbykampf in der Handball-Oberliga

Eine Partie, in der beide Teams wechselseitig die Nase vorne haben, endet mit einem 32:30-Sieg für die TSG A-H Bielefeld. Der TuS 97 verkauft sich teuer


Bielefeld. Versprochen – gehalten! Das Bielefelder Derby der Handball-Oberliga begeisterte die Fans in der mit rund 1.500 Zuschauern gut gefüllten Seidensticker-Halle. Nach einem packenden Kampf gegen einen sich teuer verkaufenden TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck siegte die TSG A-H Bielefeld mit 32:30 (12:15). Unbeschwert wollte der TuS 97 aufspielen, und das taten die Nord-Bielefelder. Mit einer offensiven Deckung, aus der Sebastian Reinsch und Justus Clausing die TSG Angreifer unter Druck setzten, zwangen sie die Gastgeber zu Fehlern. Die ersten drei Angriffe schlossen die Schützlinge von Carl-Moritz Wagner ohne Torerfolg ab. Dafür stürmten die Gäste nach vorne und zogen auf 3:0 davon. Doch der einmal mehr überragende Julius Hinz stellte den Ausgleich her. Beim TuS 97 lief nach der Strum-und-Drang-Anfangsphase plötzlich vorne nicht mehr viel zusammen. Die 6:0-Abwehr der TSG stabilisierte sich. Schüttemeyer, der als TSG-Mittelmann begonnen hatte, traf zum 5:3 und 7:4. Nach 13 Minuten schlich das Gefühl durch die Halle, dass die favorisierte TSG die Partie bereits im Griff hat. Nach der Auszeit kam der TuS 97 zurück Doch weit gefehlt. Nach einer Auszeit kam der TuS 97 zurück – und wie. Aus dem 3-Tore-Rückstand wurde ein 7:7. Mittlerweile war Leon Ludwigs im Spiel. Die Chance zur erneuten Jürmker Führung endete jedoch in einem Gegenstoß der Gastgeber. Hinz (8:7) und Luca Sewing (9:7) brachten die Hausherren noch einmal nach vorne. Allerdings klemmte es im Angriff der Roten. Immer wieder scheiterten Sewing, Sundberg oder Zwaka beim Versuch, durch die Jöllenbecker Abwehrmitte durchzubrechen. Auf der Gegenseite fanden die Angreifer wieder erfolgreich ihren Außen Daniel Meyer oder Kreisläufer Nils Grothaus. Aus dem 8:11-Rückstand wurde eine 13:11-Führung der Husemann-Sieben. „Ich habe nie an unserem Sieg gezweifelt, aber mit der Leistung aus der ersten Halbzeit hätten wir verloren", gab Tobias Fröbel später zu. Mit drei Treffern lagen die Jürmker zur Pause vorne. Und Till Kraatz besorgte direkt nach Wiederanpfiff sogar die 4-Tore-Führung. In Unterzahl erzielte Kopschek sogar das 17:12. Der TSG lief die Zeit davon. Die 38. Minute: Kopschek – 18:13. Fünf Minuten später traf Reinsch zum 21:17. „Danach", so sagte der sportliche Leiter des TuS 97, Thorsten Lehmeyer, „fehlte vorne die Leichtigkeit." Die 43. Minute ist der Wendepunkt Jene 43. Minute, in der Jöllenbecks Außen getroffen hatte, markierte tatsächlich einen erneuten Wendepunkt. Plötzlich war die TSG wieder da, erzielte jetzt genau jene einfachen Tore, die im ersten Durchgang noch gefehlt hatten. Fröbel, Hinz, Schüttemeyer und erneut Hinz stellten die Partie wieder auf Null – respektive auf 21:21. Beim 23:22 (49.) durch Arne Kröger bekam die TSG erstmals wieder Oberwasser. Torwart-Neuzugang Fabian Ullrich lief zu Hochform auf. Die Jürmker mussten abreißen lassen und verloren am Ende ein Spiel, in dem sie viel von dem geliefert hatten, was sie vorher kämpferisch angekündigt hatten – versprochen eben.

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