Viel mehr geht nicht: Alessio Giorgio (beim Kopfball) und der VfL Theesen haben eine bärenstarke Hinrunde gespielt. Mit 24 Punkten belegt der Aufsteiger Platz sieben und kann dem Rest der Saison gelassen entgegensehen. - © Andreas Zobe
Viel mehr geht nicht: Alessio Giorgio (beim Kopfball) und der VfL Theesen haben eine bärenstarke Hinrunde gespielt. Mit 24 Punkten belegt der Aufsteiger Platz sieben und kann dem Rest der Saison gelassen entgegensehen. | © Andreas Zobe

Bielefeld Fußball: Der VfL Theesen spielt eine nahezu optimale Hinrunde

Der Aufsteiger will im weiteren Saisonverlauf nachlegen

Bielefeld. Für Andreas Brandwein ist die Fußballwelt im Moment in Ordnung. "So, wie wir aufgestellt sind, liegen wir sportlich sehr nahe am Optimum", sagt der Trainer des Westfalenliga-Aufsteigers VfL Theesen im Rückblick - allgemein auf das Fußballjahr 2018 und speziell auf die bärenstarke Hinrunde des Neulings, der aktuell auf dem siebten Tabellenplatz geführt wird und bar alller Abstiegssorgen ist. Von den Rahmenbedingungen des Vereins und den damit verbundenen Möglichkeiten der Kaderzusammenstellung gehe kaum mehr, fährt Brandwein fort, das Ende der Fahnenstange sei erreicht. Und der erneute Gewinn der Hallen-Stadtmeisterschaft rundete die Hinrundenbilanz des VfL wunderschön ab. »Einige junge Akteure haben sich richtig gut gemacht« Der VfL Theesen startete mit zwei Niederlagen ein wenig schwerfällig in die Saison, gelangte aber dank vier Siegen in Folge - unter anderem einem sensationellen 7:0 bei der Spvg. Beckum - schnell in die Erfolgsspur. "Wir sind ja mit einigen Personalproblemen in die Saison gegangen und mussten uns in der neuen Besetzung erst einmal finden", erinnert sich der Theesener Coach, der mit Genugtuung registrierte, "dass einige junge Akteure schneller als erwartet aus dem Schatten der eigentlichen Stammspieler herausgetreten sind und sich richtig gut gemacht haben". Ohne die Entwicklung anderer Spieler relativieren zu wollen, nennt Brandwein die Namen Julian Strathoff und Moritz Wefelmeier als die wichtigsten Beispiele: "Julian hat sich in kürzester Zeit in der Innenverteidigung zu einem gestandenen Westfalenligaspieler gemausert, und Moritz hat einen vielleicht noch größeren Sprung gemacht und ist unheimlich weit für sein Alter." Doch auch Akteure, die schon länger in Theesen spielen, waren in der Hinserie nicht von einer Leistungsexplosion gefeit. "Da fällt mir vor allem Kai-Niklas Janz ein, der sich zu einem echten Aktivposten in der Offensive entwickelt hat und nicht ohne Grund zu unseren besten Torschützen gehört", lobt Brandwein seinen Stürmer, der tatkräftig mithalf, die zwischenzeitlichen Ausfälle von Marvin Höner und Yatma Wade zu kompensieren. Da die genannten Kicker und dazu auch noch der im Herbst ebenfalls längere Zeit ausgefallene Yves Sander wieder zur Verfügung stehen, gehen die Theesener nicht davon aus, dass es noch zu größeren Einbrüchen kommen wird. "Ich sehe keinen Grund, warum wir im neuen Jahr schlechter spielen sollten als im alten", meint Andreas Brandwein, der sogar noch einen weiteren Trumpf im Ärmel hat. Memos Sözer könnte längerfristig ausfallen Heinz-Werner Stork, der Sportliche Leiter des VfL, bemüht sich aktuell um die Spielberechtigung für Ryosuke Muranaka, einen 23-jährigen offensiven Mittelfeldspieler aus Japan, der zuletzt für den neuseeländischen Zweitligisten Onehanga Sports in Auckland spielte. "Ein technisch sehr beschlagener Mittelfeldspieler vom Typ Shinji Kagawa, der uns in der Offensive sicher weiterhelfen würde", meint Stork. Der Transfer des Japaners wäre um so wichtiger, da mit Memos Sözer eine wichtige kreative Kraft im Theesener Spiel längerfristig auszufallen droht: Seine während der Hallenmeisterschaft erlittene Verletzung könnte sich als Riss des Syndesmosebands erweisen - ein MRT wird in Kürze näheren Aufschluss geben. Für die Rückserie hat sich Brandwein vorgenommen, "weiterhin schönen Fußball zu spielen und außerdem schon mal zu schauen, wen wir in der kommenden Saison dazuholen können". Wohl dem Aufsteiger, der sich zur Halbzeit der Saison kaum noch Gedanken um den Klassenerhalt machen muss! Die Torschützen: Kai-Niklas Janz, Yatma Wade (je 8), Moritz Wefelmeier (6), Marvin Höner (5), Memos Sözer (4), Alessio Giorgio (3), Wilko Bruns (2), Anton Safonov (1) und ein Eigentor eines gegnerischen Spielers.

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