Die nächsten Punkte im Blick: Julius Hinz und die TSG A-H Bielefeld bestreiten das letzte Heimspiel des Jahres. - © Andreas Zobe
Die nächsten Punkte im Blick: Julius Hinz und die TSG A-H Bielefeld bestreiten das letzte Heimspiel des Jahres. | © Andreas Zobe

Bielefeld TSG-Handballer mit neuer Stärke gegen den Favoritenschreck

Handball-Oberliga: Die TSG A-H Bielefeld empfängt heute Abend den TuS Möllbergen, der am vierten Spieltag Tabellenführer LiT bezwungen hatte

Gregor Winkler

Bielefeld. Es ist das letzte Heimspiel des Jahres, welches die TSG A-H Bielefeld bereits am heutigen Freitagabend (Anwurf 20 Uhr in der Seidensticker-Halle) bestreitet. Zu Gast ist mit dem TuS Möllbergen ein ostwestfälischer Rivale, der allerdings unter anderen sportlichen Vorzeichen antritt als die TSG. Drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer - die Bielefelder befinden sich in der Verfolgerrolle: "Und wir wollen dran bleiben", sagt Geschäftsführer Christian Sprdlik. Dran bleiben an LiT Tribe Germania, das sich mit dem Erfolg der Vorwoche gegen Verfolger Hamm-Westfalen II den alleinigen Platz an der Sonne gesichert hat. Der Primus muss verlieren, damit die TSG wieder ins direkte Aufstiegsgeschäft kommt. "Es wird körperlich werden. Wir müssen mit viel Bewegung und hoher Passqualität reagieren" Aber wer soll LiT schlagen? In Möllbergen weiß man, wie das geht. Der TuS, der sich aktuell im Abstiegskampf befindet, bezwang die Germanen am vierten Spieltag mit 20:19. Wenn da mal an diesem Wochenende nicht ein eiskalter Favoritenschreck in Bielefeld anreist. "Das ist mir egal. Für mich ist zu einhundert Prozent das interessant, was wir machen", sagte TSG-Trainer Stephan Just. Nach dem Erfolg gegen LiT kassierte Möllbergen gleich sechs Niederlagen in Folge - unter anderem gegen Harsewinkel. Es herrscht Abstiegskampf am großen Weserbogen. Das jüngste Remis gegen den TuS 97 beendete die lange punktlose Serie zwar, doch aus dem Schneider ist der TuS, der gerade mal einem Pluspunkt mehr als die drei Schlusslichter Harsewinkel, Oberaden und TuS 97 hat, noch lange nicht. Und es wartet die TSG, die sich zuletzt in Loxten Selbstvertrauen holte: "Das war eine äußerst positive Darstellung", lobte Sprdlik und präzisierte: "In Sachen Einstellung und Teamspirit war das sicher das Beste, was wir in dieser Saison bislang gezeigt haben." Der Chef hofft, dass der Knoten geplatzt ist. Auch Trainer Just wirkt gelöst ob der jüngsten Auftritte: "Nach dem Dämpfer gegen LiT haben wir im Westfalenpokal und gegen Loxten richtig gute Antworten gezeigt. Das müssen wir hoch halten." Just glaubt, dass die Gäste aus Möllbergen mit der für sie typisch unangenehmen 5:1- oder 3:2:1-Deckung auflaufen werden. "Es wird körperlich werden. Wir müssen mit viel Bewegung und hoher Passqualität reagieren", fordert er. Gegen Loxten hat das Bielefelder Team gezeigt, dass es auch temporäre Schwächen kompensieren kann. Im letzten Heimauftritt soll den Fans, auf die auch eine kleine Weihnachts-Überraschung wartet, die neue Stärke präsentiert werden.

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