Da gab es kein Durchkommen: Hier stellen Johannes Krause (2. v.l.), Mario Bergen (im Hintergrund) und Arne Kröger die Räume zu. Die Abwehr der TSG A-H Bielefeld stand gegen Tabellenführer Hamm-Westfalen II extrem sicher. - © Oliver Krato
Da gab es kein Durchkommen: Hier stellen Johannes Krause (2. v.l.), Mario Bergen (im Hintergrund) und Arne Kröger die Räume zu. Die Abwehr der TSG A-H Bielefeld stand gegen Tabellenführer Hamm-Westfalen II extrem sicher. | © Oliver Krato

Bielefeld TSG A-H Bielefeld siegt ungefährdet

Handball-Oberliga: Mit einem souveränen 27:21 gegen den bislang ungeschlagenen Primus Hamm-Westfalen II schafft die TSG den Anschluss an die Spitze

Gregor Winkler

Bielefeld. Nach dem vergangenen Heimsieg gegen Oberaden hatte sich der Jubel auf Seiten der TSG A-H Bielefeld noch recht zögerlich entwickelt. Nach dem aktuellen Auftritt in der Seidensticker-Halle entlud sich die Freude kurz, aber ehrlich im dicht zusammengerückten Mannschaftskreis. 27:21 (18:12) hieß es nach 60 zumeist kurzweiligen Minuten gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Hamm-Westfalen II. Es waren nicht nur die Gesten, man konnte die Erleichterung in den Gesichtern ablesen. Jeder Spieler, jeder Verantwortliche bestätigte: Das war eine TSG, die ihren hohen Ansprüchen gerecht geworden war. "Wir waren vorne geduldig und haben hinten gut gestanden. Das ist eine Leistung, auf die wir aufbauen können", sagte Kapitän Carl-Moritz Wagner. Der kranke Luca Sewing fehlte. Der einzige Linkshänder im Rückraum wurde durch Maximilian Schüttemeyer ersetzt. Auf Halblinks begann Richard Sundberg. Den Grundstein für den Erfolg legte die Formation in der Abwehr. Im Spiel sechs gegen sechs kam Hamm kaum zum Zuge. Schüttemeyer markiert vier der ersten fünf Treffer Hinter der kompakten Defensive, die gut verschob und wenig Räume offen ließ, stand ein bestens aufgelegter Torwart Max Kroll. Die Hausherren legten 4:2 und 5:3 vor. Schüttemeyer markierte vier der ersten fünf TSG-Treffer. Hamm gilt allerdings als Team, das über Tempospiel kommt. Gegnerische Fehler in der Offensive werden gnadenlos bestraft. Doch die TSG leistete sich im ersten Durchgang wenig Patzer. Ging der Ball mal verloren, waren die Gäste zur Stelle. So glichen sie zum 5:5, 6:6 und 8:8 aus. Dann kam wieder die TSG. Ob über die Außen Julius Hinz und Nils Strathmeier oder die Kreisläufer Mario Bergen und Wagner - sie spielen ihre Chancen gut raus und verwandelten sie. Über 15:9 und 16:10 ging es zum Pausenstand. Der so torgefährliche Linkshänder des ASV, Julian Krieg, war fast komplett abgemeldet. Er sollte nach der Pause nur noch in der Abwehr zum Zuge kommen. Der spielstarke Mittelmann Michel Sorg stand oft auf verlorenem Posten. Einzig Krieg-Ersatz Spiekermann traf halbwegs zuverlässig. Sie versuchten das TSG-Spiel effektiver zu stören: Hamm kam mit einer offensiveren 5:1-Deckung zurück und verkürzte auf 15:19. Die Bielefelder hatten sich schnell darauf eingestellt. Erst als die Sieben aus dem Ruhrgebiet zusätzlich noch offensiv gegen Schüttemeyer raus ging, wurde es zerfahren. Für sieben, acht Minuten riss der Faden beim Team von Stephan Just. Doch die Gäste schlugen keinen Profit daraus, weil sie ihre Chancen ebenfalls nicht nutzten. Zwei Hinz-Tore rissen die Fans dann wieder von den Sitzen. Trainer Just lobte nach Leibeskräften: "Ich bin total zufrieden mit meinen Jungs. Wir haben super verteidigt und viele einfache Tore aus dem Spiel heraus gemacht." TSG: Kroll/Hendrich; V. Kroll (1), Zwaka, Kröger, Wagner (1), Krause (2), Schüttemeyer (6), Strathmeier (4), Sundberg (4), Wortmann, Bergen (4), Hinz (5/1).

realisiert durch evolver group