Am Ende reichte es für Platz drei: Der Bielefelder Schrittmacher Matthias Acker und sein Fahrer Moritz Kaase gewannen den zweiten Lauf über 25 Kilometer. Dabei absolvierte das Gespann 75 Runden auf der Bielefelder Radrennbahn. Moderator Peter Krause sprach anschließend von einer "taktischen Meisterleistung." - © Oliver Krato
Am Ende reichte es für Platz drei: Der Bielefelder Schrittmacher Matthias Acker und sein Fahrer Moritz Kaase gewannen den zweiten Lauf über 25 Kilometer. Dabei absolvierte das Gespann 75 Runden auf der Bielefelder Radrennbahn. Moderator Peter Krause sprach anschließend von einer "taktischen Meisterleistung." | © Oliver Krato

Bielefeld Bielefelder Steher dominieren auf der Radrennbahn

Die amtierenden Europameister und deutsche Meister Franz Schiewer und Schrittmacher Gerd Gessler sichern sich den Triumph. Acker, Dippel und Kaase schneiden ebenfalls gut ab

Nicole Bentrup

Bielefeld. 75 Kilometer, 225 Runden und am Ende triumphierten die Bielefelder. So könnte man den Steher-Cup 2018 auf der Radrennbahn kurz und knapp zusammen fassen. Doch was sich so einfach liest, war durchaus mit schweißtreibenden Momenten verbunden. In drei Durchgängen setzte sich am Ende das Gespann Franz Schiewer/Gerd Gessler vor Christoph Schweizer/André Dippel und Moritz Kaase/Matthias Acker durch. Selbst für den amtieren Europameister und deutschen Meister Franz Schiewer aus Cottbus war der Wettkampf an der Bielefelder Radrennbahn etwas Besonderes: "Gerade zum Ende des dritten Laufs wurde es ein sehr taktisches Rennen. Moritz Kaase kam nochmal gefährlich nah, es war total spannend." Gemeinsam mit seinem Bielefelder Schrittmacher Gerd Gessler lieferte sich Schiewer ein sprichwörtliches Kopf-an-Kopf-Rennen. "Am Ende war ich froh, dass Gerds Helm so schön spiegelt, so hatte ich André immer gut im Blick", scherzte der Cottbusser. Wie spannend es war, zeigt auch die Tatsache, dass jedes der drei Topgespanne je einen Lauf gewinnen konnte. Christoph Schweizer und sein Schrittmacher André Dippel gewannen die 20-Kilometer-Distanz, Moritz Kaase und Matthias Acker waren über 25 Kilometer nicht zu schlagen und Franz Schiewer und Gerd Gessler hatten über 30 Kilometer die Nase vorn. Vor dem letzten Lauf über 90 Runden und damit 30 Kilometern waren die drei Topgespanne punktgleich und brachten den sportlichen Leiter Stefan Klare für einen kurzen Moment zum schwitzen. "Ich muss erstmal gucken, in welcher Reihenfolge gleich gestartet wird." Insgesamt zeigte sich Klare mit dem Verlauf des Tages äußerst zufrieden. "Wir haben tolle Rennen gesehen, gerade auch für das Publikum war es sehr spannend." Die Zuschauer bekamen auch ein dickes Lob von Moritz Kaase: "Es ist zwar durch die Maschinen der Schrittmacher sehr laut, aber trotzdem habe ich das super Publikum wahrgenommen. Die haben für eine tolle Stimmung gesorgt." Für eine Dame war es übrigens auch ein ganz besonderer Samstag auf der Bielefelder Radrennbahn. Ursula Droop wurde kurzerhand zur Anschieberin von Europameister Schiewer. "Eigentlich sollte das mein Mann machen, aber ich bin ja etwas flotter als er und darum habe ich es übernommen", erzählte sie grinsend. Und der Gatte? Saß stolz wie Oscar auf der Tribüne und filmte seine Frau. "Das ist schon etwas Besonderes, gerade wenn man dann plötzlich den Sieger anschieben darf", so Droop, die für den Stehersport brennt. "Ich bin nicht so verrückt wie mein Mann, der ganz oft mitfährt, aber manchmal bin ich auch gerne dabei. Gerade an Pfingsten in Forst, da ist es immer super schön." Europameister Schiewer bedankte sich bei Droop für "drei Mal anschieben." Wer weiß, vielleicht wird Franz Schiewer Ursula Droop künftig immer mitnehmen - als Glücksbringerin.

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