Bielefeld Rolf Hagen ist der Alleskönner beim Post SV

Als Aktiver war Hagen als Fußballer, Handballer, Volleyballer und Tennisspieler unterwegs. Auch als Funktionär betätigt sich der Tausendsassa auf zahlreichen Feldern

Wolfgang Horstmann

Bielefeld. Aktuell gibt es in einzelnen Abteilungen des Telekom Post SV und im Gesamtvereine viel zu tun. In der Tennisabteilung steht ein Neubau an, in der Volleyballabteilung sind die Heimspieltermine für 20 Mannschaften mit den dafür notwendigen Hallen zu besorgen und zudem verlagert der Verein seine Geschäftsstelle aus der Feldstraße in die Apfelstraße. Viel Arbeit - und irgend jemand muss sie machen! Zu den Machern zählt in allen drei Fällen Rolf Hagen, der stellvertretende Vorsitzende und Sportwart des Vereins. "Über einen Mangel an Aufgaben kann ich mich momentan nicht beklagen", schmunzelt der Mann, der in die Erledigung der verschiedenen Aufgaben schwer eingebunden ist. Aktiv, weil sportlich unterwegs, ist der gelernte Elektromechaniker nicht erst seit seiner Wahl zum Sportwart im Telekom Post SV. In jugendlichen Jahren spielte der gebürtige Bielefelder Fußball beim heutigen VfB Fichte. Mit dem Wechsel der Sportart folgte ein Vereinswechsel. Das bevorzugt bewegte Sportgerät war jetzt ein Handball geworden. Aufs Parkett wurde Rolf Hagen übrigens von dem in der Bielefelder Sportszene bestens bekannten ehemaligen Eintracht-Torwart Norbert Schlingmann gelotst. Ein Vierteljahrhundert jagte Hagen dem Ball in der Halle hinterher. ,,In dieser Zeit habe ich mit dem ehemaligen rumänischen Nationaltrainer Anti Fehrenschütz den besten Trainer erlebt, den ich je hatte", spricht der Ehrenamtler noch heute mit großem Respekt über den Coach, der das damalige Eintracht-Team voll im Griff hatte. Vielseitigkeit Hagens im ganzen Verein geschätzt Hagens Vielseitigkeit wurde beim TuS Eintracht auch vom Gesamtverein geschätzt. Eintrachts Vereinsheim in der Senne musste in Schuss gehalten werden. Das führte zu Arbeitseinsätzen, an denen Rolf Hagen beteiligt war. ,,Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt in einem Verein waren für mich der Antrieb, zu helfen", nennt er seine Motivation zur Mitarbeit in einem Sportverein. Zum Volleyball und damit zum heutigen Telekom Post SV kam Rolf Hagen durch seine Frau Monika, die nach einer Pause wieder Sport treiben wollte. ,,Von 18 bis 20 Uhr war ich beim Handballtraining und dann folgten zwei Stunden Volleyball", blickt der seit drei Monaten zweifache Großvater auf seine Anfangszeit im Umgang mit dem Volleyball zurück. Dass Tennis für zehn Jahre zu den Sportarten von Rolf Hagen zählte, sei an dieser Stelle nur nebenbei erwähnt. Anstatt sich im Sportzeug zu bewegen, bewegt Hagen heute in anderen Aufgabenfeldern sehr viel. Er ist regelmäßiger Gast in den verschiedenen Ämtern der Stadt, um Genehmigungen für Veranstaltungen oder Hallenzeiten für das Training und Spiele der Volleyballteams des Vereins zu besorgen. Apropos Hallenzeiten: Wenn am 7. September die neue Almhalle eingeweiht wird, liegen zahlreiche Arbeitsstunden hinter Rolf Hagen. Dass die Volleyballteams des Telekom Post SV demnächst optimale Bedingungen in ihrer neuen Heimspielstätte vorfinden, liegt auch an den zahlreichen Gesprächen, die Hagen mit dem Sportamt oder dem Immobilien Servicebetrieb der Stadt in den zurückliegenden Monaten geführt hat. Zu den schönsten Erlebnissen in den vielen Jahren der Ehrenamtlichkeit zählen für Rolf Hagen unter anderem die Länderspiele in der Seidensticker Halle. Gelingt es dem Verein in naher Zukunft eventuell ein Junioren- oder Juniorinnen-Länderspiel in die neue Almhalle zu holen, dann kann sich die Volleyballabteilung des Vereins mit Sicherheit wieder auf die Mitarbeit desjenigen verlassen, der nie ein großes Aufheben um seine Person und seine Tätigkeit gemacht hat. Das macht Rolf Hagen noch wertvoller.

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