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Jürgen Voss setzte im Spiel des VfR Borgentreich gegen den FC Siddessen die offensiven Akzente. Mit vorbildlichem Einsatz kompensierte er den Ausfall der Topstürmer Florian Hoffmann und Tobias Cloidt. Mit einener Kopfballrückgabe bereitete Voss den 1:0-Siegtreffer vor. - © FOTO :LUDWIG
Jürgen Voss setzte im Spiel des VfR Borgentreich gegen den FC Siddessen die offensiven Akzente. Mit vorbildlichem Einsatz kompensierte er den Ausfall der Topstürmer Florian Hoffmann und Tobias Cloidt. Mit einener Kopfballrückgabe bereitete Voss den 1:0-Siegtreffer vor. | © FOTO :LUDWIG

Oldie Voss in Topform

FUSSBALL: VfR Borgentreich setzt sich in der A-Liga etwas ab

VON NICOLAS DIETZEL UND HERMANN LUDWIG
18.03.2011 | Stand 17.03.2011, 22:24 Uhr

Warburger Land. "Das wird schwer heute, ohne fünf Stammspieler müssen wir uns durchhangeln", meinte Borgentreichs Trainer Günter Spieker am Rand der Partie gegen den FC Siddessen. Mühevoll gelang dem Tabellenführer ein 1:0-Sieg gegen kämpferisch starke Siddessener, die zu spät ihre Chancen in der Offensive suchten.

Alles in allem wäre ein Punkt für den Gast angesichts des druckvollen Beginns der Borgentreicher sicher sehr glücklich gewesen, trotzdem war die Chance in der Schlussphase durchaus gegeben. "Auch wenn Borgentreich einige Spieler fehlten, hat sich der FC heute ausgesprochen teuer verkauft", hieß es aus Sicht des FC Siddessen, bei dem Sebastian Saggel ein gelungenes Saisondebüt feierte.

Auf der Gegenseite konnte sich Trainer Spieker wieder auf die gute Zusammenarbeit mit der Reserve stützen. So setzte Spieker in der Offensive statt Florian Hoffmann, der gemeinsam mit Tobias Cloidt im Skiurlaub war, auf Marcel Rasche, der hinter den Spitzen für Impulse sorgte. Verlass war auch wieder auf Jürgen Voss, der von der Siddessener Abwehr kaum zu halten war. Das läuferische Vermögen, die Spielintelligenz und die Cleverness von Voss, das ist in der A-Liga immer noch ein Punkt, der im Aufstiegsgeschehen von Bedeutung sein könnte.

VfR-Trainer Günter Spieker kann am Sonntag auf die Skifahrer zurückgreifen, so dass beide Mannschaften des VfR Borgentreich aus dem Vollen schöpfen können. Auch beim FC Großeneder/Engar freut man sich, dass die Skifahrer Rupert und Leonard Hördemann am Sonntag im Abstiegskampf wieder eingesetzt werden können, schließlich ist angesichts der Oesterholzer Aufholjagd in der Bezirksliga die Lage für den SV Menne wieder prekärer geworden. Sollte Menne wider Erwarten absteigen, gibt es zwei Absteiger aus der Kreisliga A. Die Gelassenheit, die einige Teams in der Vorbereitung auf die Rückrunde an den Tag legten, könnte sich dann noch rächen, zumal der Tabellenvorletzte FC Neuenheerse/Herbram gegen den Tabellenzweiten FC PEL mit einer starken Leistung aufhorchen ließ. "Wir hätten einen Sieg verdient gehabt", meinte Trainer Jürgen Schwarze, der darauf baut, dass in Kürze auch Christopher Bertgen wieder eingreifen kann. Mit der Rückkehr von Goalgetter Daniel Damm hat das Team in jedem Fall schon an Offensivstärke gewonnen. Damm brachte sein Team gegen die Rex-Elf denn auch in Führung, erst in buchstäblich letzter Minute traf PEL-Kapitän zum glücklichen 1:1-Ausgleich.

Den Abstiegskampf angenommen hat der SV Bonenburg, der den TuS Willebadessen mit dem 3:0-Heimsieg hinter sich lassen konnte. Die Küting-Elf war vor dem Tor einfach entschlossener und effizienter als der TuS Willebadessen, der jetzt am Sonntag den Tabellenführer TuS WillebadesVfR Borgentreich erwartet.

Der FC PEL hingegen präsentierte sich in Neuenheerse nicht von seiner besten Seite. Durch die Ausfälle von Malte Koch und Matthias Weber sah Trainer Bernward Rex sein taktisches Konzept beeinträchtigt: "Mit allen Spielern an Bord hätte ich ganz anders aufstellen können". Hinzu kam,dass die Grippewelle weitere Spieler der Mannschaft erfasst hatte, die nicht ihr volles Leistungsvermögen abrufen konnten. "Mit unseren Chancen hätten wir dennoch ein paar Tore schießen können", sah Bernward Rex den Punktgewinn seiner Mannschaft letztlich als hochverdient an.

Allerdings gibt er auch zu, dass der Druck auf seine Mannschaft bei drei Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze nun größer geworden ist: "Natürlich sind wir jetzt jedes Wochenende etwas mehr in der Pflicht". Der Coach geht aber davon aus, dass all seine Spieler verstanden haben, welche Chance dieses Jahr auf den Aufstieg besteht. Dass PEL aus der Verfolgerposition heraus agieren kann, betrachtet Rex gar nicht unbedingt als Nachteil: "Drei Punkte sind schnell aufgeholt. Wir wollen lange den Anschluss halten und uns die Chance auf den Aufstieg bewahren." Überhaupt geht der Trainer von einem lange offenen Aufstiegskampf aus, auch unter Beteiligung von Westheim/O. und Germete. Deren Kräftemessen war am vergangenen Wochenende noch aufgrund von Schneefäule auf dem Westheimer Platz abgesagt worden, und wurde inzwischen auf den 30. April verlegt.

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