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Erkelns Kapitän Stefan Voits kommt bei dieser Offensivaktion zwar in aussischtsreicher Position vor den Barntruper Gegenspielern an den Ball, doch dieser rutscht ihm über den Scheitel. Bezeichnend für die Erkelner Leistung gestern. - © FOTO: TORSTEN WEGENER
Erkelns Kapitän Stefan Voits kommt bei dieser Offensivaktion zwar in aussischtsreicher Position vor den Barntruper Gegenspielern an den Ball, doch dieser rutscht ihm über den Scheitel. Bezeichnend für die Erkelner Leistung gestern. | © FOTO: TORSTEN WEGENER

Erkeln knallhart ausgebremst

FUSSBALL: TuS Erkeln verliert das Spitzenspiel gegen RSV Barntrup mit 1:2 (1:0)

VON TORSTEN WEGENER
14.03.2011 | Stand 13.03.2011, 23:22 Uhr

Erkeln. Der TuS Erkeln stand sich im Spitzenspiel gegen den RSV Barntrup selbst im Weg. Nach einer schwachen Leistung verlor der TuS nicht unverdient mit 1:2 (1:0). Dabei schien bei den Grün-Weißen zunächst alles nach Plan zu laufen. Doch trotz einer frühen Führung fand das Team über 90 Minuten keinen Rhythmus.

"Heute war einfach der Wurm drin", bilanzierte Spielertrainer Michael Puhl, der abgekämpft und völlig enttäuscht nach 90 Minuten auf der Trainerbank Platz nahm. "Heute haben zu viele ihre Leistung nicht abgerufen. Wir hatten keine Ideen gegen die Defensive der Barntruper ", fügte Puhl an.

Dabei erwischte Erkeln einen Start nach Maß. Michael Puhl wird im Strafraum regelwidrig behagt. Schiedsrichter Ridvan Cakmak pfiff Elfmeter und Erdogan Acar traf gewohnt sicher vom Elfmeterpunkt. Doch das 1:0 in der 3. Minute brachte dagegen keine Sicherheit.

Viele Fehler im Passspiel verhinderte ein geordneten Spielaufbau. Zudem erholte sich Barntrup nach gut 20 Minuten von dem Schock und war fortan die aktivere und dadurch auch die bessere Mannschaft. Sie schafften es bis zum Ende des Spiels in den entscheidenden Zonen immer in Überzahl den ballbesitzenden Spieler anzugreifen. "Das hat meine Mannschaft sehr gut umgesetzt. Wir wollten nicht zu früh angreifen. Dann aber konsequent Pressing spielen", erläuterte Barntrups Trainer Guido Freitag.

Erkeln kam damit überhaupt nicht zurecht. Tobias Puhl, der diesmal wieder auf den linken Flügel spielte, hatte oft zwei, drei -manchmal sogar vier Spieler um sich- und wurde so aus dem Spiel genommen. Bei den anderen Offensivkräften verhielt es sich aber nicht anders. Barntrup leistete enorme Laufarbeit. "Wir haben es heute nicht verstanden, den ballführenden Mitspieler zu unterstützen", bedauerte Michael Puhl.

Grundsätzlich war das Spitzenspiel auf einem überschaubaren Niveau. Erst in der zweiten Halbzeit kam etwas mehr Schwung in die Partie. Auch weil Barntrup in der 51. Minute für die Laufarbeit belohnt wurde. Diesmal behagt Erkelns Verteidiger Dimitri Klassen Gegenspieler Lesemann im Strafraum an den Schultern. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schlingmann sicher zum 1:1.

Danach wurde Erkeln wach. Sie wollten einen Gang höher schalten, aber sie schafften es weiter nicht. Sie brachten die Pässe nicht zum Mitspieler, gewannen wenig Zweikämpfe und standen sich zudem im Weg.

Keeper Selim Yilanci und Tim Lütkemeier hatten alle Zeit der Welt sich abzusprechen, verlieren aber total den Überblick und rennen sich über den Haufen. Die Folge: Eckball für Barntrup und das 1:2. Kapitän Daniel Schlingmann - alles andere als ein Kopfballungeheuer - traf für Barntrup. Erkeln versuchte danach nochmal alles. Doch Ideen blieben Mangelware. Die letzten, kleinen Chancen hatten Hajdarevic und Tobias Puhl. Gefährlich wurde es nicht mehr.

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