0
Sepp Kagerbauer geht mit der ihm eigenen Leidenschaft die Aufgabe Klassenerhalt des TuS Bad Driburg an. - © FOTO: HERMANN LUDWIG
Sepp Kagerbauer geht mit der ihm eigenen Leidenschaft die Aufgabe Klassenerhalt des TuS Bad Driburg an. | © FOTO: HERMANN LUDWIG

"Es gibt keine Ausreden mehr"

INTERVIEW: Sepp Kagerbauer geht das Projekt Klassenerhalt an

17.10.2014 | Stand 16.10.2014, 20:23 Uhr

Bad Driburg (tim). Turbulente Wochen liegen hinter den Verantwortlichen des TuS Bad Driburg. Nach neun Spieltagen ist der Aufsteiger in der Bezirksliga noch immer ohne Sieg: Tabellenvorletzter. Seit Anfang dieser Woche ist auch der Trainer weg. Heiko Bonan folgte dem Lockruf seiner alten Liebe FC Gütersloh. Neustart also unter der Iburg. Auch wenn die neue Lösung die alte ist: Sepp Kagerbauer, gleichzeitig auch 1. Vorsitzender des Vereins. Er war bereits Vorgänger Bonans, in der vorletzten Saison – und ist ein Mann ganz anderer Trainer-Schule. Im Gespräch mit NW-Mitarbeiter Tim Lüddecke erklärt er die neue sportliche Führung, wie Abstiegskampf nach seinem Verständnis funktioniert und verrät, was er seinen Spieler von den Augen ablesen konnte.

Herr Kagerbauer, die letzten zwei Wochen müssen anstrengend gewesen sein.
SEPP KAGERBAUER: Ja, von den Emotionen her war das für uns als Vorstand schon etwas Besonderes. Einmal die sportliche Situation und dann das Hin und Her mit dem Trainer. So etwas habe ich bislang in all den Jahren noch nicht erlebt.

Sind Sie enttäuscht, dass Heiko Bonan den Verein verlassen hat?
SEPP KAGERBAUER: Ich kann es verstehen, wenn man etwas findet, wo sportlich mehr für einen drin ist. Und wenn man so einen Mann hat, muss man immer damit rechnen, dass es Interessenten geben könnte. Wir mussten jetzt damit fertig werden und haben eine schnelle, gute Lösung gefunden.

Sie, Sportdirektor Ingo Schulte und Ralf Steinig aus dem Vorstand übernehmen. Wer macht da was genau?
SEPP KAGERBAUER: Den Trainerposten übernehme ich, Ingo Schulte und Ralf Steinig stehen bei den Spielen jederzeit bereit, können einspringen, wenn es bei mir mal nicht gehen sollte und sie sind auch sonst ganz nah dran an der Mannschaft. Wir tauschen uns aus, jeder teilt seine Sicht der Dinge mit. Dass da aber drei Leute beim Training rumrennen, geht nicht. Ingo und Ralf kümmern sich ja auch um einen neuen Trainer und neue Spieler.

Sie bleiben also nur bis zur Winterpause?
SEPP KAGERBAUER: Wir sind jetzt erst einmal froh, dass die Suche keine Eile hat. Denn wir können auch nicht direkt den nächsten Trainer aus dem Zylinder zaubern. Für die Rückrunde suchen wir jemanden. Aber vielleicht finden wir das, was uns vorschwebt auch nicht. Oder es läuft in der jetzigen Konstellation richtig gut. Nur dass man die Doppelfunktion als 1. Vorsitzender und Trainer nicht auf Dauer ausüben kann, ist auch klar.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group