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Laureen Budde zeigt einige ihrer Schleifen. Normalerweise lagert sie diese in einer Kiste, denn Fotos sind für sie die wichtigeren Erinnerungen an die Erfolge mit ihren Pferden. Die meisten Schleifen stammen von Gosbodino und Ponystute Leika. - © FOTO:SCHULZ
Laureen Budde zeigt einige ihrer Schleifen. Normalerweise lagert sie diese in einer Kiste, denn Fotos sind für sie die wichtigeren Erinnerungen an die Erfolge mit ihren Pferden. Die meisten Schleifen stammen von Gosbodino und Ponystute Leika. | © FOTO:SCHULZ

Ein Paar vertraut sich

REITEN: Talent Laureen Budde ist Trägerin des Goldenen Reitabzeichens

von friderieke schulz
15.06.2014 | Stand 13.06.2014, 18:47 Uhr

Herford. Zurzeit steht Laureen Budde ganz oben auf der Liste der erfolgreichen jungen Reiter. Mit 20 Jahren hat sie bereits jetzt erreicht, wovon viele Reiter träumen: Zahlreiche Platzierungen in der schweren Klasse S neben Stars wie Toni Haßmann oder Kathrin Eckermann. Seit kurzen ist sie sogar Trägerin des goldenen Reitabzeichens, das diejenigen bekommen, die zehn S-Springen gewonnen haben. Doch so rund wie jetzt lief es für Laureen Budde nicht immer.

Begonnen hat die Karriere der Herforderin bereits mit zwei Jahren: "Da bin ich in meiner ersten Führzügelklasse mit meinem Shetty-Pony Zwocke gestartet." Der kleine Rapphengst war ihr erstes Pferd - bald folgte Formosa, das alte Pferd ihrer Mutter.

Damit die Stute überhaupt merkte, dass Laureen auf ihr saß, musste die Satteldecke umgekrempelt werden. Denn mit einer Widerrisshöhe von 1,72 Zentimetern war die Stute rund 40 Zentimeter größer als Laureen: An die lobenden Worte der Richter, die das ungleiche Paar in E- und L-Springen benoteten, kann sich die 20-Jährige noch heute erinnern: "Wir seien ein gutes Beispiel dafür, dass Reiten nichts mit Kraft zu tun habe. Bis heute ist das mein Motto", sagt Laureen Budde.

Doch nicht nur die Richter waren von der toughen Amazone beeindruckt: Nach den German Friendships, dem internationalen Kinderreitturnier auf dem Hof Meyer zu Bexten, bei denen sie mit einem fremden Pferd ritt, erhielt sie eine Einladung zum Nationenpreis der Kinder in Südafrika. "Ich war 13 Jahre alt und hätte mir das niemals träumen lassen. Das Turnier und die gesamte Atmosphäre hat mir so gut gefallen, dass ich wusste: Das ist genau das, was ich machen möchte", sagt sie.

Mit Ponystute Leika sollte der Traum wahr werden: "Mit ihr habe ich innerhalb von einem Jahr den Aufstieg vom A-Springen bis zu den Deutschen Meisterschaften geschafft."

Dort belegte sie den 15. Platz der Ponyreiter und zog in den Landeskader Westfalens ein, für den sie viele nationale sowie internationale Turniere ritt. Über 50 Schleifen hat Laureen Budde mit Leika gewonnen: "Die Zeit im Ponysport war die schönste meines Lebens. Es geht sehr familiär zu, da es nur 15 Kinder sind, die im Landeskader starten."

Doch auch diese Zeit war nicht auf Dauer, denn Laureen wurde bald zu alt für den Ponysport und musste sich von ihrer Ponystute trennen. Das Pony wurde an eine Bekannte verkauft. "Leika war einfach zu jung und zu gut, um schon aufzuhören. Ich wollte einem anderen Mädchen die Chance geben, ebenfalls diese schöne Zeit zu leben", sagt sie und erzählt, dass sie noch heute nachschaut, wie es Leika geht und diese gerade erst wieder eine Platzierung erreicht habe.

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