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Auch Birgitta Schmücker beteiligte sich am Sonntag vor einer großen Zuschauerkulisse mit 
einem Treffer am 15:0-Sieg des FSV Gütersloh über Mellendorf. - © FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN
Auch Birgitta Schmücker beteiligte sich am Sonntag vor einer großen Zuschauerkulisse mit
einem Treffer am 15:0-Sieg des FSV Gütersloh über Mellendorf. | © FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Rekord-Torejagd im Heidewald

FUSSBALL: FSV Gütersloh holt Granz zurück und verpflichtet Wallenhorst

VON WOLFGANG TEMME
08.05.2012 | Stand 07.05.2012, 19:34 Uhr

Gütersloh. So schnell und so genau konnte am Sonntagabend niemand mehr rechnen. Deswegen stellte sich erst am Montag heraus, dass beim Fußballspiel zwischen dem FSV Gütersloh und dem Mellendorfer TV am Sonntag nicht nur ein Zuschauerrekord für Spiele der 2. Frauen-Bundesliga aufgestellt worden war, sondern auch eine neue Ergebnis-Bestmarke.

15:0 - so eindeutig hatte in den acht Jahren seit Einführung der Spielklasse noch kein Team gewonnen. "Ich weiß gar nicht: Wie viele Tore haben wir gemacht?" Lina Magull, selbst dreimal erfolgreich, war beim Zählen gar nicht mehr mitgekommen und musste sich nach dem Schlusspfiff erstmal erkundigen. Das passte es, dass der FSV erstmals die elektronische Anzeigetafel des FC Gütersloh im Heidewaldstadion benutzen durfte. Den alten Rekord hatte der entthronte Spitzenreiter Turbine Potsdam II in der Hinrunde bei seinem 15:1- Erfolg über Mellendorf aufgestellt.

Dass der FSV die Tabellenführung im Finale am 20. Mai beim FFC Oldesloe nicht mehr abgeben will, versteht sich von selbst. "Jetzt werden wir auch Meister, und dann haben wir uns würdig verabschiedet", kündigte Lina Magull an, die nächste Saison zusammen mit Annabel Jäger mit dem VfL Wolfsburg als Gast im Heidewaldstadion antritt. "Ich bin mir sicher, dass beide absolut das Zeug haben, sich dort durchzusetzen", sagte FLVW-Trainerin Kathrin Peter, schob aber ein einen leichten Zweifel hinterher: "Die Frage ist nur, ob der Zeitpunkt richtig ist."

Gestern begann der FSV Gütersloh damit, zu erklären, wie er die Lücken im Kader schließen und sich für den Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga wappnen will. Er teilte die Rückkehr von Abwehrspielerin Rebecca Granz und die Neuverpflichtung von Stürmerin Maren Wallenhorst mit. Granz (25) war nach einer starken Hinrunde als Innenverteidigerin in der Winterpause aus beruflichen Gründen zum Süd-Zweitligisten FV Löchgau gewechselt, was sich jedoch als doppelter Flop erwies: Löchgau entging dem Abstieg nicht, und auch die berufliche Perspektive ging für die Sport- und Fitnesskauffrau nicht auf. Ein Sponsor bot ihr nun die Chance zum Wechsel. Die aus Osnabrück stammende Maren Wallenhorst (21), war nach drei Jahren beim FC Gütersloh im Jahr 2009 zum SV Werder Bremen abgewandert und erzielte dort in 38 Zweitligaspielen 21 Tore. "Die Verhandlungen mit weiteren Spielerinnen sind weit vorangeschritten", erklärte FSV-Manager Sandy Peter Röhrbein gestern.

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