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Hermannslauf Schirmherr Wolfgang Schlüter: "Der Hermannslauf bietet ganz besonderes Flair"

Der 84-Jährige über das Flair seines Laufes, die Gefahren für den „Hermann“ und die Sehnsucht nach einem jungen Sieger

Arne Bensiek
09.03.2018 | Stand 22.03.2018, 19:58 Uhr

Herr Schlüter, lange bevor Ihnen die Idee zum Hermannslauf kam, waren Sie als junger Läufer an den Lämershagener Treppen unterwegs. „Da löppt er wieder, der Verrückte", hat man Ihnen in Platt hinterhergerufen. Kamen Sie sich damals, mit 17 Jahren, auch so verrückt vor?
Wolfgang Schlüter:
In meiner Kindheit habe ich eine Weile in Essen gelebt, zu einer Zeit, als der dichte Smog noch über dem Ruhrgebiet hing und man morgens mit dem Finger seinen Namen auf die Fensterbank schreiben konnte. Ich war Asthmatiker und habe mit dem Laufen angefangen, weil es mir Spaß machte und guttat. Zurück in der Heimat bin ich als Abiturient dann Läufer der 3 x 1.000-Meter-Staffel der Bielefelder Turngemeinde gewesen und zum Beispiel gegen den Olympiadritten Herbert Schade angetreten. Ich fand das eher aufregend als verrückt.