Herausragend: Marko Bagaric (m.) ist beim TuS N-Lübbecke vom Rückraumshooter zum Abwehrspezialisten umfunktioniert worden. Diese Aufgabe erfüllte er zuletzt vorzüglich. Foto: Oliver Krato - © Oliver Krato
Herausragend: Marko Bagaric (m.) ist beim TuS N-Lübbecke vom Rückraumshooter zum Abwehrspezialisten umfunktioniert worden. Diese Aufgabe erfüllte er zuletzt vorzüglich. Foto: Oliver Krato | © Oliver Krato

Lübbecke Jetzt muss beim TuS N-Lübbecke die Bestätigung her

Nach dem Heimsieg gegen Lübeck geht es für den Handball-Zweitligisten nun bei Aufsteiger HSV Hamburg weiter. Teammanager Zlatko Feric bliebt vorsichtig

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – und ein Sieg nicht alles wieder gut. Bei Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke ist nach dem 23:16-Erfolg am Samstagabend gegen den VfL Lübeck-Schwartau spürbare Erleichterung angesagt, doch mehr als ein erster Schritt aus der Krise war die abwehrstarke Vorstellung noch nicht. Sie gilt es am Mittwoch Nachmittag im Auswärtsspiel bei Aufsteiger HSV Hamburg zu bestätigen. Große Töne mag beim mit 6:6 Punkten mager gestarteten Zweitliga-Favoriten nach dem jüngsten Erfolg niemand spucken, dafür sitzt der Stachel der Enttäuschung nach den vorherigen Pleiten gegen TuSEM Essen (in eigener Halle) und in Hagen noch zu tief. „Das Aufatmen war am Samstag deutlich spürbar. Dieser Sieg war ja nicht nur für den Trainer eine Erleichterung, sondern für die gesamte Mannschaft. Trotzdem ist jetzt nicht alles sofort wieder Friede, Freude, Eierkuchen“, stellt Zlatko Feric klar. Der Teammanager des TuS N-Lübbecke gibt sich betont vorsichtig, „denn diese Reaktion der Mannschaft hatten wir ja schon nach dem Spiel gegen Essen erwartet.“ Nun also kam sie mit Verspätung. „Die Mannschaft hat gezeigt, wie stabil wir in der Abwehr auftreten können. Das können wir für uns mitnehmen“, sagt Aaron Ziercke. Der in die Schusslinie geratene Trainer habe die Emotionen nach dem (auch für seine Position) ungeheuer wichtigen Sieg gegen Lübeck „erst einmal sacken lassen müssen“. Doch um die Wogen wieder zu glätten und in Ruhe weiterarbeiten zu können, wird Ziercke auch die nächsten zwei Spiele in Hamburg und am Samstag zu Hause gegen den HC Elbflorenz gewinnen müssen. „Mein Fokus liegt nur auf Mittwoch, nur auf Hamburg“, sagt er. Einer, der am vergangenen Samstag beim Heimsieg herausragte, war Marko Bagaric, und das lag nicht allein an seiner Körpergröße von 2,02 Metern. An der Seite von Patryk Walczak organisierte Bagaric die Lübbecker Deckung, die dem mit 8:2 Punkten angereisten Gegner im Endeffekt nur 16 Tore erlaubte. „Das Zusammenspiel mit dem Torhüter hat gut geklappt. So müssen wir in der Abwehr weitermachen, dann holen wir auch in Hamburg die Punkte“, sagt der 32-jährige Rechtshänder, der von Ziercke vom Rückraumshooter zum Abwehrspezialisten umfunktioniert wurde. „Damit habe ich kein Problem. Wichtiger ist, dass ich der Mannschaft helfen kann“, stellt Marko Bagaric klar. Klar dürfte dem gebürtigen Kroaten auch sein, dass er und die Mannschaft die gegen Lübeck gezeigte Reaktion bestätigen müssen – bevor es tatsächlich wieder Sommer wird.

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