Deutscher Handball-Bund Handball-Präsident: „Vielleicht Übersättigung“ vom Fußball

Michelmann: Viele merken, "es gibt noch etwas anderes, das ist auch toll."

Frankfurt (dpa). DHB-Präsident Andreas Michelmann sieht noch Potenzial für die Beliebtheit des Handballsports im Vergleich zum Fußball. „Vielleicht gibt es da einfach eine Übersättigung", sagte er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Blick auf den Fußball. „Es ist schon ein Reflex, den wir mitkriegen: Ach ja, es gibt ja noch etwas anderes, und das andere ist auch toll, noch schneller, noch dynamischer."

Die Handball-WM in Deutschland und Dänemark, bei der die DHB-Auswahl den vierten Platz belegte, hatte eine begeisterte Stimmung ausgelöst und für Traumquoten im Fernsehen gesorgt. Die Live-Übertragung des Halbfinales Deutschland gegen Norwegen sahen in der ARD im Schnitt 11,91 Menschen. Das entsprach einem Marktanteil von 35 Prozent ab 20.30 Uhr.

Ex-Nationalspieler Baur traut Mannschaft noch viel zu

Nach Platz vier der deutschen Handballer bei der Heim-WM blickt Ex-Nationalspieler Markus Baur optimistisch auf die Zukunft der Mannschaft. Zwar habe man gesehen, „dass zur absoluten Weltspitze noch etwas fehlt", sagte der 48-Jährige der Stuttgarter Zeitungen. Die Breite des Kaders spreche aber für glänzende Perspektiven.„Wenn ich mir die Altersstruktur der Mannschaft anschaue, muss ich sagen: Da ging es bei uns Weltmeistern von 2007 erst richtig los. Das Team kann in dieser Besetzung bei der Heim-EM 2024 am Ball sein", sagte Baur, der als Spieler bei der Heim-WM 2007 den Titel geholt hatte.

Die DHB-Auswahl hatte am Freitag nach einer starken Turnierleistung das Halbfinale der Weltmeisterschaft mit 25:31 gegen Norwegen verloren. Am Sonntag verpasste das Team von Trainer Christian Prokop mit einem bitteren 25:26 gegen Frankreich auch die Bronze-Medaille.

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