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TBV-Geschäftsführer Ulrich Kaltenborn (r.) erklärt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Verwendung einer Klatschpappe. Doch Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender nutzen zur Unterstützung der TBV-Spieler lieber ihre Hände. - © Jörg Hagemann
TBV-Geschäftsführer Ulrich Kaltenborn (r.) erklärt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Verwendung einer Klatschpappe. Doch Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender nutzen zur Unterstützung der TBV-Spieler lieber ihre Hände. | © Jörg Hagemann

Heimatbesuch Handball-Bundesliga: Bundespräsident Steinmeier in der Lipperlandhalle

Frank-Walter Steinmeier verfolgt mit seiner Frau die 26:36-Klatsche des TBV Lemgo.

Jörg Hagemann
08.09.2019 | Stand 08.09.2019, 19:30 Uhr

Lemgo. Was macht ein Bundespräsident am Sonntagnachmittag? Frank-Walter Steinmeier schaut sich mit seiner Frau Elke Büdenbender Bundesligahandball an. In seiner lippischen Heimat, ganz privat. Dabei wurde er in der Lipperlandhalle Zeuge einer bösen 26:36-Klatsche des TBV Lemgo, der gegen die TSV Hannover-Burgdorf chancenlos war. Die Niedersachsen bewiesen trotz einer frühen Roten Karte gegen Nationalspieler Fabian Böhm (16., grobes Foulspiel), dass sie mit 8:0 Punkten das Zeug zum Überraschungsteam haben. „Das war ein perfektes Spiel. Es hat alles funktioniert", fand Gästetrainer Carlos Antonio Ortega nicht mal ein kurzes Härchen in der Suppe. Steinmeier hielt auf der Tribüne tapfer durch Der TBV hielt 20 Minuten Schritt, ehe er von 11:12 auf 11:16 in Rückstand geriet und sich davon nicht mehr erholte. Schlimmer noch: In der zweiten Hälfte spielten die Niedersachsen Katz und Maus mit hilflos wirkenden Lippern, die in der Deckung keinerlei Spannkraft aufbauen konnten. Der 34-jährige Welt- und Olympiasieger Morten Olsen (7/1) war nie zu neutralisieren und hob gemeinsam mit Kreisläufer Pevnov die TBV-Abwehr nach allen Regeln der Kunst aus den Angeln. „Wir hätten noch drei Stunden spielen können", sinnierte Trainer Florian Kehrmann über den schwarzen Tag. Doch so lange hatte der erste Mann im Staat keine Zeit. Immerhin: Steinmeier hielt auf der Tribüne tapfer durch und klatschte auch noch artig bei Zerbes finalen Siebenmeter zum 26:36.

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