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Brian Lasme macht das 1:0! - © Oliver Krato
Brian Lasme macht das 1:0! | © Oliver Krato

2. Bundesliga Arminia gelingt Befreiungsschlag: 4:1-Heimsieg gegen Braunschweig

Arminia schießt sich im Kellerduell gegen Braunschweig binnen kurzer Zeit sämtlichen Frust von der Seele. Der erste Sieg der Saison ist ein souveräner – ein Anfang ist nach dem Fehlstart gemacht.

Jan Ahlers
26.08.2022 | Stand 26.08.2022, 23:01 Uhr |

Bielefeld. Arminia Bielefeld kann es noch – und wie! An einem Freitagabend, an dem sich manch leidgeplagter Besucher nur die Augen rieb, endete das Kellerduell zwischen dem DSC und Eintracht Braunschweig mit einem verdienten 4:1 (3:0)-Sieg für die Hausherren. 188 Tage nach dem bis dato letzten Punktspielerfolg zeigte die Mannschaft von Trainer Daniel Scherning in allen Mannschaftsteilen eine couragierte Leistung – und spielte sich im Lauf der ersten Halbzeit in einen Rausch, wie es ihn in Bielefeld lange nicht gab.

Scherning hatte wie erwartet den am Mittwoch verpflichteten Torhüter und vom Arminia-Anhang mit Applaus begrüßten Martin Fraisl nominiert, der gelb-rot-gesperrte Verteidiger Frederik Jäkel wurde von Andrés Andrade ersetzt. Ansonsten blieb alles beim Alten, auch an der 4:4:2-Offensivformation änderte sich nichts.

Es fühlte sich schon mit Anstoß vieles nach einem Neuanfang an: Die Atmosphäre im Stadion hatte trotz "nur" 18.057 Fans bemerkenswertes Niveau, dunkle Gewitterwolken verzogen sich pünktlich – und der DSC stürmte erstmal für einige Minuten, was das Zeug hielt. Dann meldete sich Braunschweig an und sorgte prompt für einen Schreckmoment: Anthony Ujah kam im Rücken von Oliver Hüsing freistehend zum Abschluss, traf die Hereingabe aber nicht richtig (6.). Bielefelds erste Halbchancen von Sebastian Vasiliadis (4.) und Janni Serra (17.) blieben deutlich ungefährlicher.

Ruhender Ball wird zum Dosenöffner

Obgleich technisch beschlagener, tat sich Arminia zunächst schwer damit, Lücken zu finden. Schließlich wurde ein ruhender Ball zum Dosenöffner: Bastian Oczipka fand mit der zweiten DSC-Ecke Bryan Lasme, der halb mit Kopf, halb mit Schulter ins obere rechte Eck traf (30.).

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Es war die erste Führung nach 480 Saisonminuten – Spielern und Zuschauern fielen die Wackersteine gleichermaßen von den Schultern. Denn nun drehten die Blauen so richtig auf, der ganze angestaute Frust aus fünf Spieltagen, nein einem halben Jahr voller Misserfolge musste raus: Robin Hack flankte eine kurz ausgeführte Ecke auf den Kopf von Lasme, der erneut perfekt abnahm: Von der Unterkante der Latte prallte der Ball zu Ivan Lepinjica, zum unglücklichen Braunschweig-Torhüter Jasmin Fejzic, zu Hüsing und noch ein paarmal hin und her – irgendwann zeigte Schiri Benjamin Cortus gen Mittelpunkt, die Tormelodie ertönte, 2:0 (36.).

Und damit nicht genug: Oczipkas Flanke nahm der nun entfesselt aufspielende Hack per Volley und machte den dritten Streich komplett, Braunschweig wurde überrollt (39.). Auf den Tribünen war kein Halten mehr, auch der Halbzeitpfiff ging noch in der Mischung aus Freudentaumel und Verwunderung unter.

"Ihr könnt nach Hause fahren!"

Mit dem Vorsprung im Rücken ließ Arminia die Gäste kommen, und das wurde zeitig bestraft: Immanuel Pherais Ecke landete beim perplexen Fraisl, der sich den Ball ins eigene Tor bugsierte (58.). Noch einmal zittern? Nein. Weil der bis dato zu passive DSC mit einem wuchtigen Zweikampf von Sebastian Vasiliadis, der Okugawa auf die Reise schickte und Fejzic frech tunnelte, effizient blieb und das 4:1 nachlegte (69.).

"Ihr könnt nach Hause fahren!", hallte es nun über die Tribünen, der Feiertag war eingeleitet, auf dem Feld passierte nicht mehr viel. Und auch wenn der DSC in der Spielanalyse noch Verbesserungspotenzial finden wird, der Sieg vielleicht etwas zu hoch ausfiel: Spätestens an diesem Abend ist Arminia in der 2. Bundesliga angekommen.

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