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Guter Dinge: Der neue Trainer Uwe Neuhaus (3. v. l.), umgeben von Präsident Hans-Jürgen Laufer (v. l.), Pressesprecher Tim Placke und Geschäftsführer Sport Samir Arabi. - © Christian Weische
Guter Dinge: Der neue Trainer Uwe Neuhaus (3. v. l.), umgeben von Präsident Hans-Jürgen Laufer (v. l.), Pressesprecher Tim Placke und Geschäftsführer Sport Samir Arabi. | © Christian Weische

Neuer Arminia-Trainer legt los DSC-Coach Neuhaus sieht sich als „Dienstleister an den Spielern“

Jan Ahlers
12.12.2018 | Stand 12.12.2018, 18:14 Uhr

Bielefeld. Freitagabend zählt es: Dann gastiert Arminia Bielefeld bei formstarken Kieler Störchen – ein Punkt soll es zum Einstand des neuen Trainers Uwe Neuhaus trotzdem sein, um den Auftakt in eine neue sportliche Zeitrechnung als positiv abzuhaken. „Wir wollen uns als Team nun richtig zusammenreißen", sagte der Coach während seiner Vorstellung. Und ließ blicken, dass für ihn der psychologische Aspekt besonders wichtig sei.

„Wir sind als Trainer Dienstleister an den Spielern", sagte Neuhaus. „Die Akteure sollen sich wohl und geborgen fühlen." Doch der Prozess sei ein Geben und ein Nehmen – wer als Trainer viel Wert auf Gespräche und Harmonie innerhalb der Mannschaft lege, der erhalte das in der Regel als zusätzliche Wertschätzung zurück. „Ich höre mir die Mannschaft genau an", führte der 59-Jährige aus.

Taktische Experimente wohl nicht vor der Winterpause

Das dürfte in naher Zukunft etwa dazu führen, dass große taktische Veränderungen zunächst ausbleiben. Neuhaus, der in den vergangenen Jahren bevorzugt das 4:3:3-System für seinen ballbesitzorientierten Offensivfußball wählte, wolle seinen Spielern „kein System diktieren, was die Mannschaft nicht sofort spielen kann." Weil die bislang letzten Experimente, die sich vom eingespielten 4:4:2 abgrenzten, unter Saibene nicht glückten, ist ein neuerlicher Eingriff in das Spielsystem zunächst unwahrscheinlich.

„Wir wollen in der Kürze der Zeit unbedingt etwas mitnehmen", sagte der Übungsleiter in Bezug auf das Duell in Kiel am Freitag. Welcher Fußball in Kiel auf Neuhaus den DSC zukommt, dürfte dieser noch gut wissen: Im April 2018 spielte sich Holstein im Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden in einen Rausch, gewann mit 4:0.

Wer Holstein Kiel aktuell stark macht

Zwei der damals überragenden Spieler, Marvin Ducksch und Dominick Drexler, haben Holstein Kiel im Sommer verlassen. Die neuen Shooting-Stars von der Kieler Förde heißen etwa Janni Serra mit bereits sechs Treffern und vier Vorlagen, und Jae-sung Lee, der die Kieler Rekordsumme von zwei Millionen Euro kostete.

Bislang zahlte es der technisch überragende südkoreanische Nationalspieler mit drei Toren und sieben Assists zurück. Serra musste unterdessen beim jüngsten Auswärtsspiel in Dresden, dieses Mal gelang Kiel ein 2:0-Erfolg, schon nach dem Aufwärmen verletzt passen. Ein Einsatz von Beginn an ist am Freitag fraglich.

„Es sind gleich zwei Teams, die einen absoluten Lauf haben", sagte Neuhaus bezogen auf die letzten beiden Pflichtspiele im Jahr 2018 – zwei Tage vor Heiligabend kommt abschließend der 1. FC Heidenheim als aktueller Tabellensechster. Wichtig sei es für seine Spieler nun, „wieder mit mehr Spaß und weniger Angst vor Fehlern an die Sache heranzugehen." Der Coach könne den Kader nun gänzlich unvoreingenommen betrachten. „Ich habe mit der Vergangenheit nichts zu tun, und das ist die Chance eines neuen Trainers."

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