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Jubeltraube: Die Arminen können ihr Glück kaum fassen. Unter sich förmlich begraben haben sie den zweifachen Torschützen Fabian Klos. - © Christian Weische
Jubeltraube: Die Arminen können ihr Glück kaum fassen. Unter sich förmlich begraben haben sie den zweifachen Torschützen Fabian Klos. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia darf weiter hoffen - dank Klos

Durch einen 3:2-Sieg in letzter Sekunde vor 21.404 Zuschauern gegen den 1. FC Kaiserslautern darf der DSC weiter von der Bundesliga träumen, die Gäste steigen dagegen in die 3. Liga ab

Carsten Blumenstein
28.04.2018 | Stand 28.04.2018, 10:37 Uhr |

Bielefeld. Was für ein Finale in der Schüco-Arena. Dank eines Treffers von Fabian Klos in der dritten Minute der Nachspielzeit besiegte Arminia den FCK mit 3:2 nach 0:2-Rückstand. Die Bielefelder lagen sich nach diesem Erfolg in den Armen und feierten – aufgrund des Lauterer Abstiegs etwas gedämpft – mit den Fans, träumen ist weiterhin erlaubt rund um die Alm. „Das, was wir in den 90 Minuten geleistet haben, war großes Kino", sagte DSC-Trainer Jeff Saibene. „Jetzt schauen wir mal, was nach oben noch möglich ist."

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Obwohl Arminia zur Pause mit 0:1 zurück lag, zeigten die Bielefelder eine gute Leistung. Ab der 15. Minute übernahm der DSC das Kommando – und erspielte sich Torabschlüsse fast im Minutentakt. Die beste Gelegenheit hatte Konstantin Kerschbaumer, der nach schönem Zuspiel von Fabian Klos freistehend aus 15 Metern den Ball aber fünf Meter übers Tor schoss. Zudem platzierte Tom Schütz einen Freistoß aus 25 Metern knapp neben den linken Pfosten.

Dann griff der Schiedsrichter ins Spiel ein. Bundesliga-Referee Guido Winkmann übersah ein Foulspiel an Massimo im Mittelfeld, den Konter nutzten die Gäste aus der Pfalz zum 1:0. Der flinke Osayamen Osawe entwischte über Arminias rechte Abwehrseite, sein Pass kann Philipp Mwene nicht verwerten, doch Sebastian Andersson schob die Kugel ins Tor. Für Arminias Keeper Stefan Ortega war es der erste Gegentreffer nach 245 Minuten. Für die Roten Teufel aus Kaiserslautern das erste Tor gegen Arminia nach 327 Minuten.

Die wohl jüngste rechte Seite

Erwartungsgemäß spielte Arminia mit Can Özkan auf der Position des Rechtsverteidigers. Der 18-Jährige ersetzte den gelbgesperrten Florian Dick. Zusammen mit dem erst 17-jährigen Massimo bildete Özkan die wohl jüngste rechte Seite in der Geschichte des DSC. Startelfdebütant Özkan wurde zur Halbzeit mit Wadenproblemen ausgewechselt. Er hatte einige gute Szenen, wie ein Solo in der 15. Minute, als er drei Gegenspieler ausspielte und eine Ecke herausholte. Beim Gegentor sah er aber auch nicht so gut aus.

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Nach dem Wechsel überschlugen sich die Ereignisse. Allein Florian Hartherz hatte bei drei Versuchen in den ersten fünf Minuten den Ausgleich auf dem Schlappen. Doch den zweiten Treffer schoss der FCK. Osawe lief Henri Weigelt davon, den Pass in die Mitte musste Andersson nur noch unter die Latte knallen. Arminia ließ sich vom 0:2 aber nicht beeindrucken. Die Belohnung: Ein berechtigter Handelfmeter in der 63. Minute. Benjamin Kessel zuckte mit dem Arm raus beim Schuss von Klos, Winkmann lag diesmal richtig. Klos schob lässig ein, sein 112. Treffer in einem Pflichtspiel für Arminia. Alleiniger Rekordhalter!

Der DSC spielte sich fortan in einen kleinen Rausch. Flanke um Flanke segelte in den Lauterer Strafraum, eine Hereingabe von Patrick Weihrauch nutzte Andreas Voglsammer zum mehr als verdienten 2:2. Damit aber noch nicht genug. Arminia schnürte die Gäste im eigenen 16er ein. In den letzten Minuten machte der FCK auf, Arminia ließ gute Konterchancen liegen. Bis Klos in der Nachspielzeit kam. Sein 113. Treffer für die Bielefelder ließ das Stadion erbeben. Wahnsinn!

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