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Bundestrainer Hans-Dieter Flick (unten/r) hat die 26 Spieler nominiert, die für die Nationalmannschaft in Katar antreten werden. - © dpa
Bundestrainer Hans-Dieter Flick (unten/r) hat die 26 Spieler nominiert, die für die Nationalmannschaft in Katar antreten werden. | © dpa

Der Kader für die WM Diese 26 Fußballer fahren für den DFB nach Katar

Der Bundestrainer muss auf zwei Stars verzichten. Doch einer der nominierten Spieler schreibt bereits vor Turnierbeginn WM-Geschichte.

10.11.2022 | Stand 10.11.2022, 18:29 Uhr |

Frankfurt (dpa). Mario Götze feiert nach fünf Jahren ohne Länderspieleinsatz ein Comeback bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Bundestrainer Hansi Flick nominierte den 30 Jahre alten Frankfurter am Donnerstag ebenso wie die beiden Nationalmannschafts-Neulinge Youssoufa Moukoko (17, Borussia Dortmund) und Niclas Füllkrug (29, Werder Bremen) für das Turnier in Katar.

Die Dortmunder Innenverteidiger Mats Hummels (33) und der erneut nicht fitte Turnier-Pechvogel Marco Reus (33) gehören nicht zum 26 Spieler umfassenden Aufgebot, das von einem starken Bayern-Block um Kapitän Manuel Neuer angeführt wird.

„Wir haben einen sehr guten Kader, den wir mitnehmen können", sagte Flick bei der Verkündung der 26 Namen auf dem DFB-Campus. „Wir haben es uns im Trainerteam nicht einfach gemacht. Wir haben viele Dinge durchgespielt, Wenn-dann-Strategien", sagte der 57-Jährige.

Flick belohnt Götze für starke Saisonleistung

Flick belohnte Offensivspieler Götze, der Deutschland 2014 in Brasilien im Finale gegen Argentinien zum vierten und bislang letzten WM-Titel geschossen hatte, für konstant starke Saisonleistungen bei Eintracht Frankfurt mit dem DFB-Comeback. „Bei uns steht im Fokus, wie jemand performt. Wir alle wissen, dass Mario ein genialer Fußballer ist, der Gedankenblitze hat. Wenn man die letzten Spiele sieht, war er auf ganz hohem Niveau", sagte Flick. Götze bestritt sein letztes von bislang 63 Länderspielen vor fünf Jahren beim 2:2 gegen Frankreich in Köln.

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Neben Torwart Neuer wird dessen Münchner Vereinskollege Thomas Müller sein viertes WM-Turnier bestreiten. Der FC Bayern stellt mit insgesamt sieben Akteuren auch das größte Kontingent. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Leipzigers Timo Werner und des Wolfsburgers Lukas Nmecha berief Flick Youngster Moukoko und den bei Werder Bremen in dieser Saison regelmäßig treffenden Füllkrug für den Angriff.

Moukoko, der am Tag des Eröffnungsspiels am 20. November 18 Jahre alt wird, ist der jüngste WM-Teilnehmer in der DFB-Geschichte. „Er ist einer, der ständig versucht, sich zu verbessern, einer, der der Mannschaft das Vertrauen schenkt, dass immer noch was geht", sagte Flick über Füllkrug. „Einer, der der Mannschaft dieses Selbstverständnis gibt." Moukoko sei „schnell, quirlig, hat einen guten Abschluss. Wir freuen uns auf beide."

Reus wird Team fehlen

Dass Reus verletzt fehlt, „tut uns einfach weh, weil wir seine Qualität gut gebrauchen können", sagte der Bundestrainer. „Ich habe schon oft gesagt, wie sehr ich ihn als Fußballer schätze. Mit seiner Gabe, die er gerade im letzten Drittel hat, tut er jeder Mannschaft gut. Er wird uns fehlen." Das WM-Aus für Reus' Vereinskollegen Mats Hummels begründete Flick mit dem Blick auf jüngere Innenverteidiger.

"Er hat eine hervorragende Form, ist topfit und für Dortmund ein sehr wertvoller Spieler", sagte Flick über den Weltmeister von 2014. Aber er müsse auch "ein bisschen die Zukunft im Blick haben". Hummels reagierte frustriert. "Wenig überraschend ist das eine der größeren Enttäuschungen meiner Karriere", schrieb der 33-Jährige auf Instagram.

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Der DFB-Tross kommt unmittelbar nach den letzten Ligaspielen am Sonntag in Frankfurt am Main zusammen. Einen Tag später fliegt Flick mit dem WM-Team zunächst in den Oman, wo am kommenden Mittwoch noch ein Testspiel gegen den dortigen Gastgeber stattfindet. Einen Tag später geht es weiter nach Katar ins WM-Quartier ganz im Norden des Landes. Am 23. November startet die Nationalelf gegen Japan in die WM-Endrunde. Weitere Gruppengegner sind Spanien und Costa Rica. Das WM-Finale findet am 18. Dezember statt.

Und das ist er also - der deutsche Kader für die WM:

Torhüter:

Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Abwehr:
Armel Bella Kotchap (FC Southampton), Matthias Ginter (SC Freiburg), Christian Günter (SC Freiburg), Thilo Kehrer (West Ham United), Lukas Klostermann (RB Leipzig), David Raum (RB Leipzig), Antonio Rüdiger (Real Madrid), Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund), Niklas Süle (Borussia Dortmund)

Mittelfeld/Angriff:
Karim-David Adeyemi (Borussia Dortmund), Julian Brandt (Borussia Dortmund), Niclas Füllkrug (Werder Bremen), Serge Gnabry (FC Bayern München), Leon Goretzka (FC Bayern München), Mario Götze (Eintracht Frankfurt), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (FC Chelsea), Jonas Hofmann (Bor. Mönchengladbach), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Youssoufa Moukoko (Borussia Dortmund), Thomas Müller (FC Bayern München), Jamal Musiala (FC Bayern München), Leroy Sané (FC Bayern München)

Flick war im Trainergespann mit Löw

Im alten Trainingsanzug des früheren Bundestrainers Helmut Schön hat Weltmeistercoach Joachim Löw seinem Nachfolger Hansi Flick einen Rat für die WM in Katar mitgegeben. "Denk' noch mal daran, was uns 2014 stark gemacht hat, als wir den Pokal gewonnen haben: Wir waren ein super Team, wir haben jede Minute daran geglaubt, dass wir das Ding gewinnen können. Und wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen, egal was passiert ist", sagte Löw in einer Videobotschaft während der Kader-Nominierung am Donnerstag an Flick gerichtet: "Diese Qualität, diese Souveränität, die hast du, und du wirst das Team super anführen mit deinen Trainern und dem gesamten Stab."

Beim WM-Triumph 2014 in Brasilien war Flick Co-Trainer von Löw. Für seine erste WM-Nominierung als Bundestrainer erhielt Flick während der Pressekonferenz in Frankfurt am Main nicht nur von Löw, sondern auch von anderen ehemaligen Trainern und Spielern der Nationalmannschaft eingespielte Video-Grußbotschaften.

Er habe dafür extra Schöns Trainingsanzug von 1974 "aus meinem Kleiderschrank hervorgekramt, in der Hoffnung, dass er uns im kommenden Turnier auch das Glück bringt, das wir benötigen", sagte Löw: "Ich drücke auch alle Daumen, dass wir erfolgreich sind." Schön war bei der WM in Deutschland vor 48 Jahren Trainer der siegreichen DFB-Auswahl.

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