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Die Jubiläums-EM hat viele Besonderheiten - auch ohne die Pandemie. - © Pixabay (Symbolbild)
Die Jubiläums-EM hat viele Besonderheiten - auch ohne die Pandemie. | © Pixabay (Symbolbild)

Jubiläums-EM: Das sind die wichtigsten Fakten

Die Idee ist schon alt, neun Jahre später wird sie Wirklichkeit: Eine EM-Endrunde auf dem gesamten Kontinent. Deshalb ist vieles anders als gewöhnlich, vor allem die Reisekilometer für die Teams.

09.06.2021 | Stand 09.06.2021, 13:45 Uhr

Köln (SID). Im Juni 2012 sprach der damalige Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) Michel Platini erstmals von seiner Idee einer EM-Endrunde auf dem gesamten Kontinent anlässlich des 60-jährigen EM-Jubiläums. Mehrere Jahre voller Gegenwind von verschiedenen Seiten und eine Pandemie später wird die Vorstellung des Franzosen Wirklichkeit - ein Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wo wird gespielt?
Gespielt wird in elf Städten, verteilt auf elf Länder. In Spanien wurde Bilbao durch Sevilla ersetzt, Dublin wurde ganz gestrichen, nachdem die irische Regierung der UEFA keine Garantie für Fans im Stadion geben konnte. Die Austragungsstädte: Amsterdam (Johan Cruyff Arena), Baku (Olympiastadion), Budapest (Puskas Arena), Bukarest (Nationalstadion), Glasgow (Hampden Park), Kopenhagen (Parken Stadium), London (Wembley), München (Fußball-Arena München), Rom (Stadio Olimpico), St. Petersburg (Saint Petersburg Stadion), Sevilla (Estadio Olimpico de La Cartuja).

Wann und wo spielt die deutsche Mannschaft?
Alle drei deutschen Gruppenspiele finden in München statt. Zum Auftakt am 15. Juni trifft die DFB-Elf auf Weltmeister Frankreich. In den weiteren Partien geht es gegen Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni). Gewinnt Deutschland die Gruppe F, geht es im Achtelfinale am 28. Juni in Bukarest weiter, als Zweitplatzierter würde tags darauf in London gespielt. Qualifiziert sich die Mannschaft von Trainer Joachim Löw als einer der vier besten Gruppendritten für die Runde der besten 16, kämen am 27. Juni Budapest oder Sevilla als Achtelfinal-Spielorte in Frage.

Sind Zuschauer erlaubt?
Ja, und zwar je nach Standort auch prozentual unterschiedlich viele. In München, wo neben den deutschen Gruppenspielen auch ein Viertelfinale (2. Juli) stattfindet, sind 14.000 Zuschauer zugelassen. In Budapest ist gar eine 100-prozentige Auslastung von 68.000 Zuschauern in der erst 2019 eröffneten Puskas Arena geplant. Im Hampden Park, dem schottischen Nationalstadion in Glasgow, werden hingegen "nur" 12.750 der 51.866 Plätze besetzt.

Wer muss am weitesten reisen?
Die weitesten Reisen stehen für die Polen in der Gruppe E an: Für das erste Gruppenspiel gegen die Slowakei (14. Juni) geht es nach St. Petersburg, anschließend fünf Tage später für die Partie gegen Spanien nach Sevilla und schließlich am 23. Juni zurück nach St. Petersburg zum Duell gegen Schweden: Macht 7157 Kilometer, die Reisen zurück ins Teamquartier in Danzig nicht einmal mit eingerechnet.

Was wird an Prämien ausgeschüttet?
Insgesamt beträgt das Preisgeld 331 Millionen Euro. Das sind 30 Millionen mehr als bei der 2016 in Frankreich. Vor der Corona-Pandemie hatte sich die UEFA sogar auf einen Topf von 371 Millionen Euro festgelegt, einen Rekord stellt aber auch der nach unten korrigierte Wert dar. Das Antrittsgeld für jede Auswahl liegt bei 9,25 Millionen Euro. Jeder Sieg in der Gruppenphase wird mit einer Millionen Euro belohnt, für ein Unentschieden gibt es die Hälfte. Der Achtelfinaleinzug bringt weitere 1,5 Millionen Euro, das Viertelfinale nochmal 2,5 Millionen, das Halbfinale vier. Der unterlegene Finalist nimmt on top fünf Millionen mit, der Europameister neben dem Henri-Delaunay-Pokal weitere acht Millionen.

Wie viele Schiedsrichter sind dabei?
19 Referee-Teams stehen für die 51 EM-Spiele bereit, darunter erstmals 1996 zwei deutsche: Neben Routinier Felix Brych (München) gibt überraschend der Berliner Daniel Siebert (37) seine Premiere. Dank einer Kooperation mit dem südamerikanischen Verband wartet auch der Argentinier Fernando Rapallini auf Einsätze. In der Französin Stephanie Frappart wird als "Support-Schiedsrichterin" (Vierte Offizielle) wird zudem erstmals auch eine Frau zwischen den Trainerbänken stehen.

Welcher Verein stellt die meisten Spieler ab?
Champions-League-Sieger FC Chelsea stellt 17 Spieler ab, der englische Meister Manchester City 16. Vom deutschen Rekordmeister Bayern München sind 14 Spieler bei der EM vertreten, acht davon stehen in Löws Kader, vier sind Teil des Aufgebots des ersten Gruppengegners Frankreich. Im Kader von Österreich finden sich 21 Spieler aus der 1. und 2. Bundesliga. Aus der Bundesliga stellt nur Bielefeld keinen EM-Spieler ab. Dafür kommen zwei von Zweitligist Düsseldorf: Dawid Kownacki (Polen) und Kenan Karaman (Türkei).

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