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Bundestrainer Jogi Löw freut sich auf die starken Gegner. - © Christian Charisius/dpa
Bundestrainer Jogi Löw freut sich auf die starken Gegner. | © Christian Charisius/dpa

Kommentar Es droht ein neues Tief in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft

Frankreich und Portugal - schwerer hätte die EM-Gruppe der Deutschen nicht ausfallen können. Redakteur Lukas Brekenkamp meint, dass ein "Fußballfest" nicht unbedingt aus deutscher Sicht anstehen muss.

Lukas Brekenkamp
01.12.2019 | Stand 01.12.2019, 14:38 Uhr

Es sind nicht mal 200 Tage, bis der Ball während der Europameisterschaft 2020 rollt. Entgegen aller Skeptiker, die nach der verkorksten Weltmeisterschaft das Wort erhoben haben, bleibt anerkennend zu sagen: Deutschland ist dabei. Und seit dem Wochenende steht auch fest, dass die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw die absolute Hammer-Gruppe erwischt hat. Bisher fest stehen Weltmeister Frankreich und der amtierende Europameister Portugal - der letzte Gegner entscheidet sich in den Playoffs.

"Das ist eine Hammergruppe, klar. Jeder muss in der Gruppe ans Limit gehen, um eine Chance zu haben, in die K.o.-Runde zu kommen. Ich freue mich", sagt Löw. Möglich, dass der Bundestrainer trotzdem nun der einzige ist, der sich so wirklich über diese Auslosung freut. Zu tief sitzt noch der Stachel des WM-Debakels 2018. Damals schied Deutschland in der Vorrunde aus - gegen vermeintlich einfache Gegner wie Schweden, Mexiko und Südkorea.

"Fußballfeste"? Definitiv! Aber aus Sicht welcher Nation? Der Bundestrainer sollte sich vor Augen führen, dass dieses Turnier richtungsweisend ist. Sowohl für Löw, der sich nach einiger Kritik kein Pleiten-Turnier mehr leisten darf, als auch für die deutsche Nationalmannschaft. Ein weiteres Vorrunden-Aus wäre ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft. Und auch die großen Gegner der Hammer-Gruppe dürfen keine Entschuldigung sein. Am Ende zählt nur das Weiterkommen.

Sonderlich viel Zeit bleibt Löw nicht, sich auf die Hammer-Gegner um Cristiano Ronaldo oder Antoine Griezmann vorzubereiten und für die nötige Konstanz zu Sorgen. Immerhin geht das "Fußballfest" schon in knapp einem halben Jahr los...

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