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Nimmt Stellung: Patrick Owomoyela bedauert seine Wortwahl in einem Spiel-Kommentar. | © picture alliance/dpa

Fußball Owomoyela: "Ich bin nicht rassistisch"

Ex-Spieler von Borussia Dortmund entschuldigt sich für Hitler-Imitation

Matthias Bungeroth
06.08.2019 | Stand 12.08.2019, 15:39 Uhr

Dortmund. Die Wogen um den Kommentar von Patrick Owomoyela und Norbert Dickel zum Freundschaftsspiel von Borussia Dortmund gegen den italienischen Klub Udinese (4:1). Sind noch immer nicht geglättet. Nun meldet sich Ex-Profi Patrick Owomoyela persönlich zu Wort.

In einem Video auf seinem Instagram-Account nimmt der 38-Jährige zu Stil und Inhalt der Kommentierung Stellung. "Ich habe mich deutlich im Ton vergriffen, versuche aus meinen Fehlern zu lernen und hoffe so ein Fehltritt passiert mir nicht wieder", postete Owomoyela, der zwischen 2002 und 2005 auch in Diensten der ostwestfälischen Profivereine SC Paderborn und DSC Arminia Bielefeld war.

"Ich bin leider auch nicht vor Fehlern gefeit"

Zugleich räumt Owomoyela ein, dass "es gegen Ende des Spiels zu einer zu einer Parodie/Imitation der Stimme Adolf Hitlers meinerseits kam". Dies sei ein "dummer Versuch" gewesen witzig zu sein und "völlig unangebracht", schreibt der Spieler. "Ich bin leider auch nicht vor Fehlern gefeit!", fügt er hinzu.

Der fragliche Kommentar sei ein solcher Fehler gewesen. "Dafür entschuldige ich mich." Er sei "komplett neben der Spur" gewesen. Dies habe er den Zuhörern und dem verein direkt im Anschluss an die Übertragung auch gesagt.

"Manche Schlagzeilen-Jägerei ist nicht in Ordnung"

Es sei ihm, Owomoyela, allerdings auch "extrem wichtig", fetszuhalten, dass er sich "mit keinem Wort fremdenfeindlich geäußert" habe. Auch nicht in dieser unangebrachten Stimmen-Imitation. "Ich habe niemanden rassistisch beleidigt oder betitelt." Von "diversen Medien", so Owomoyela, sei dies aber anders dargestellt worden, was "absolut falsch" sei.

"Ich trage weder fremdenfeindliches Gedankengut in mir und distanziere mich klar davon", betont Owomoyela. Auch "Nobby" (Nordert Dickel, Anm. d. Red.), den er seit Jahren kenne, sei "nicht im Ansatz fremdenfeindlich". Dass über die Stimmen-Imitation berichtet worden sei, sei verständlich, so der Ex-Profi. "Einige Texte" habe er nachvollziehen können. Aber, so Owomoyela weiter: "Manche Schlagzeilen-Jägerei ist wirklich nicht in Ordnung!"


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