Europaq-League-Pokal: Am 34. Spieltag können sich noch sechs Bundesligisten für den Wettbewerb qualifizieren. - © picture alliance/dpa
Europaq-League-Pokal: Am 34. Spieltag können sich noch sechs Bundesligisten für den Wettbewerb qualifizieren. | © picture alliance/dpa

Bundesliga-Kommentar Kampf um die internationalen Plätze: Niemand drängt sich auf

Sechs Teams kämpfen am letzten Spieltag noch um vier internationele Plätze. Doch manche Teams scheinen dafür nicht gemacht. Ein Kommentar

Während der FC Bayern München und Borussia Dortmund das Rennen um die Deutsche Meisterschaft auf den 34. und letzten Spieltag vertagen, kämpfen dahinter noch sechs Teams um vier internationale Plätze, die zur Teilnahme an der Champions-League, Europa-League oder Europa-League-Qualifikation berechtigen. Doch es besteht die Gefahr, dass manche Teams nicht für europäische Wettbewerbe gemacht sind.

Nicht überzeugt

Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, VfL Wolfsburg, TSG Hoffenheim und Werder Bremen  werden in dieser Saison die Ränge 4 bis 7 unter sich ausmachen. Dabei hat jeder Club in dieser Saison mit Höhen und Tiefen, guten und schlechten Spielen zu kämpfen gehabt.

Zwar haben alle sechs Bundesligisten in den vergangenen zehn Jahren mindestens einmal in einem europäischen Wettbewerb gespielt. Doch nur Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach sammelten regelmäßig internationale Erfahrung. Denn in den vergangenen zehn Jahren nahm Leverkusen acht Mal und Gladbach vier Mal an der Champions- oder Europa League teil.

Trainerwechsel und Dreifach-Belastung können zu Problemen führen

Darüber hinaus ist die dreifache Belastung an Spielen, also Meisterschaft, DFB-Pokal und schließlich europäischer Wettbewerb, nicht zu unterschätzen. Natürlich wachsen Mannschaften, wie Eintracht Frankfurt in dieser Saison gezeigt hat, in den europäischen Wettbewerben über sich hinaus. Für andere kann die Belastung auch zu groß werden und im Abstieg enden, wie unter anderem der 1. FC Köln im vergangenen Jahr gezeigt hat.

Nicht außer Acht zu lassen ist, dass Gladbach, Leverkusen, Frankfurt, Wolfsburg, Hoffenheim und Bremen über qualitativ gute Spieler verfügen, um mit Gegnern aus anderen europäischen Ligen mitzuhalten. Im Falle einer Teilnahme für die Champions- oder Europa League werden die Clubs ihre Kader in der Sommerpause sicherlich verbreitern. Doch brauchen die Teams auch einen Trainer, der die Spieler zu Höchstleistungen bringt. Gleich bei drei der sechs Vereine (Gladbach, Hoffenheim, Wolfsburg) steht im Sommer ein Trainerwechsel an. Zwar weisen die neuen Übungsleiter gute Reputationen vor. Wie Trainer und Mannschaft schließlich harmonieren, bleibt abzuwarten.

Welche Mannschaft am Ende tatsächlich geeignet für die internationale Bühne ist, muss sich zeigen. Alle sechs Teams haben gute bis sehr gute Bundesliga- und, zum Teil, Nationalspieler in ihren Reihen. Sie spielen, und das ist das wichtigste, über weite Strecken erfolgreichen Fußball. Auch wenn das ein oder andere Team mit Formschwankungen zu kämpfen hatte. Ob es ab Sommer auch für eine lange und erfolgreiche Saison in einem der europäischen Wettbewerbe reicht, bleibt abzuwarten.

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