Berliner Hooligans stürmen Loge

84-Jähriger erlitt Gehirnerschütterung

50 Hooligans stürmten die Haupttribüne. - © FOTO: dpa
50 Hooligans stürmten die Haupttribüne. | © FOTO: dpa
Hooligans stürmen Loge - © ARMINIA 1
Hooligans stürmen Loge | © ARMINIA 1

Bielefeld (brm/-sg-/aut). Ein 84-jähriger Alt-Armine musste nach den Auschreitungen am Sonntag beim Zweitliga-Spiel gegen Union Berlin mit einer Gehirnerschütterung ins Johannes-Krankenhaus eingeliefert werden. Berliner Hooligans hatten eine Loge auf der Haupttribüne gestürmt.

Nach einer Rangelei erhielt der 84-Jährige einen Faustschlag an den Kopf und stürzte zu Boden. Der Polizei gelang es, die Randalierer zu stellen. Insgesamt nahm die Polizei neun Personen vorläufig fest und erstattete Anzeigen. Eine Service-Kraft sowie fünf Sicherheitsmitarbeiter wurden verletzt.

Schon vor der Partie hatten Union-Anhänger im Gästeblock bengalische Feuer abgebrannt. In der zweiten Halbzeit musste das Spiel für einige Minuten unterbrochen werden, weil im Gäste-Fanblock unter anderem Feuerwerkskörper gezündet wurden.

Polizei, Ordner und Sicherheitsdienst werden sich jetzt in großer Runde zusammensetzen, um die Sicherheitslage neu zu bewerten, bestätigte Arminia Bielefeld der NW auf Anfrage. Heinz Anders, kaufmännischer Geschäftsführer des DSC Arminia Bielefeld: "Zunächst einmal sind wir sehr erleichtert, dass es den Verletzten wieder besser geht. Fakt ist, dass diese Form der Gewalteskalation in keinster Weise hinnehmbar ist. Das Geschehene werden wir so schnell wie möglich und detailliert zusammen mit der Polizei und unserem Sicherheitspartner aufarbeiten und anschließend über mögliche architektonische, organisatorische oder auch personelle Konsequenzen beraten. Im Hinblick auf mögliche Schadensersatzansprüche werden wir rechtliche Schritte gegen die Verursacher einleiten. Wir bedauern sehr, dass sich bis dato weder gestern im Stadion noch heute in irgendeiner Form ein Verantwortlicher von Union Berlin bei uns gemeldet hat."

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