Wo Matthias Westerwinter geblieben ist

Neulich wurde an dieser Stelle darüber spekuliert, was denn aus dem einen oder anderen Arminia-Spieler von einst geworden ist, und wir räsonierten dabei auch über den Verbleib des einstigen Wunderstürmers Matthias Westerwinter. Vielleicht sei der gute Mann ja inzwischen Blumenpflücker in Buxtehude. Oder vermögender Privatier mit Hermelinmantel und Sechs-Düsen-Whirlpool im Münsterland? Drei Tage später flatterte uns ein netter Brief in Haus, Absender: Matthias Westerwinter. Unser Starstürmer von einst ist "bester Gesundheit und wie immer guter Laune", hat eine dreizehnjährige Tochter und verknüpft die Auskunft nach der Lebensgefährtin mit kulinarischen Hinweisen: "Ich lebe mit meiner griechischen Freundin aus Kalamata (Olivenöl)". Heimweh nach Arminia Und was hat Westerwinter all die Jahre gemacht? "Beruflich war ich lange Zeit im Reha-Zentrum des Ex-Arminen und Wadenbeißers Detlef Schnier tätig." Anschließend ging es kurz nach Hamburg, aber dann, wir zücken bereits die Taschentücher vor Rührung: "Das Heimweh nach Ostwestfalen, zur Familie und zu Arminia natürlich ließen mich nach Bielefeld zurückkehren." Las man je ergreifendere Zeilen? "Zudem bin ich noch unter Anleitung des Bayern-Killers Uli Braun für die Traditionsmannschaft der Blauen am Ball."  Derart informationsgesättigt hätten wir nun befriedigt die Kladde mit der Aufschrift "Ex-Arminen" schließen können, hätte Westerwinter, der alte Fuchs, nicht seinen Brief mit einem "PS" garniert: "Was macht eigentlich Jonny Hey?" Die Suche geht weiter.

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