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Hinterherlaufen? Für Arminia im heutigen Duell keine Option. - © Archivbild: Wilfried Hiegemann
Hinterherlaufen? Für Arminia im heutigen Duell keine Option. | © Archivbild: Wilfried Hiegemann

Albrechts Arminia Arminia gegen SCP: Wer ist die Nummer Eins in Ostwestfalen?

Derby-Kolumne von Patrick Albrecht

Patrick Albrecht
03.05.2019 | Stand 03.05.2019, 18:47 Uhr

Arminia Bielefeld ist längst gerettet. 40 Punkte und Platz 9 bedeuten das gesicherte Mittelfeld. Auf- und Abstieg sind kein Thema mehr, waren es schon Wochen vorher eigentlich nicht mehr. Im Prinzip könnte die Saison hier zu Ende sein. Doch ganz so einfach ist es nicht. Immer wieder betonen Trainer Uwe Neuhaus und seine Spieler geduldig auf Nachfragen der Journalisten, dass es sehr wohl noch um etwas geht. Und das stimmt. Motivation? Gründe gibt es genug Da wäre zum einen die finanzielle Sichtweise. Bei Licht betrachtet mag es zwar keinen großen Unterschied machen, ob am Ende Platz 9 oder 13 steht. Tut es aber sehr wohl, da zwischen diesen Plätzen erhebliche Unterschiede liegen, was die Höhe der in der kommenden Saison ausgeschütteten Fernsehgelder angeht. Da wäre auch eine frühzeitige Vorbereitung auf die neue Saison. Nahezu alle Spieler des aktuellen Kaders besitzen Verträge für die kommende Spielzeit. "Wir Spieler können uns jetzt schon für die nächste Saison beim Trainer empfehlen", sagte etwa Vize-Kapitän Fabia Klos nach dem 2:2-Remis beim MSV Duisburg. Da wäre auch die Verantwortung gegenüber anderen Mannschaften, die mit den kommenden Gegnern wie dem SC Paderborn und dem SV Sandhausen in Konkurrenz um den Auf- oder Aufstieg stehen. Vor allem jedoch geht es am Freitag darum, dem Rivalen aus Paderborn einen Strich durch die Aufstiegs-Rechnung zu machen. Ein Auswärtssieg der Kicker von Steffen Baumgart würde die Chancen auf einen erneuten Padeborner Aufstieg ins deutsche Oberhaus erheblich vergrößern. Gegen den HSV in der darauf folgenden Woche gäbe es unter gewissen Umständen sogar den ersten Matchball. Das Nachbarschaftsduell als wichtigstes Spiel der Rest-Saison Die Nachbarn würden innerhalb von fünf Jahren gleich zweimal in der ersten Liga spielen - und der DSC gar nicht. Das würde keinem Bielefelder gefallen. Und das, obwohl Paderborn sportlich zwischenzeitlich beinahe in die vierte Liga abgestiegen und damit womöglich in der Bedeutungslosigkeit versunken wäre. Damit ist das Nachbarschaftsduell oder Derby - wie auch auch immer man es nennen mag - das wohl wichtigste Spiel der restlichen Saison. Die Motivation, dem Rivalen den großen Triumph zu vermiesen, trägt im Fußball regelmäßig Früchte. Bestes Beispiel ist der FC Schalke 04, der dem schwarz-gelben Erzrivalen aus Dortmund jüngst einen herben Rückschlag im Meisterschaftsrennen verpasst hat. Also, liebe Arminen: Macht es ebenso gut, damit es auch im nächsten Jahr ein Nachbarschaftsduell in der Schüco-Arena gibt.

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